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Umberto Eco kritisiert das Internet

Dienstag, 24. Oktober 2006, 14:16 Uhr, Aktualisiert 14:19 Uhr

Ursache eines kollektiven Gedächtnisverlusts

Das Internet ist nach Ansicht des italienischen Schriftstellers Umberto Eco daran schuld, dass die Europäer immer weniger über die Geschichte wissen.

Eco lächelt und hält sich die rechte Hand an den ergrauten Bart.
Umberto Eco: Zuviel Information kann gefährlich sein. (reuters)

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«Der Geschichtsverlust, ein typisches Krankheitsbild in den Vereinigten Staaten, breitet sich leider auch immer stärker unter den jungen Europäern aus», sagte Eco dem Magazin «Cicero».

Das «Reich des Internets» trage erheblich dazu bei, diesen Verlust der historischen Perspektive zu beschleunigen, indem «einfach eine Masse ungeordneter Informationen» geliefert werde. «Ein Übermass an Informationen kann ebenso gefährlich sein wie zu wenig», meinte Eco.

Den Vereinigten Staaten drohen nach Ansicht des Autors dadurch inzwischen sogar der «Verlust ihres kollektiven Gedächtnisses».

(sda/wyse)