Wirtschaft
Sanierung des Mystery Parks gescheitert
Park schliesst Ende November seine Tore
Der Mystery Park in Interlaken ist definitiv am Ende. Die Standortgemeinde und der grösste Einzelaktionär haben den Sanierungsplan abgelehnt. Spätestens Ende November wird der von Erich von Däniken lancierte Rätselpark geschlossen.
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Sowohl die Standortgemeinde Matten bei Interlaken wie auch der grösste Einzelaktionär und Gläubiger, die GBU AG von Oskar Schärz, hätten dem Sanierungsvorschlag von Financier Franz Gyger «nicht vollständig zugestimmt», teilte die Mystery Park AG mit.
Unter anderem hatte die Gemeindeversammlung von Matten letzte Woche die Wandlung ihrer Forderungen von 600’000 Franken in neue Aktien abgelehnt. Der Gemeinderat lehnte zudem die Option ab, auf 88 Prozent der Forderungen zu verzichten und für den Rest Bargeld zu erhalten.
Der Sanierungsvorschlag Gygers sah vor, dass die Drittklassgläubiger auf 70 Prozent ihrer Forderungen verzichten und die restlichen 30 Prozent in neue Aktien umgewandelt hätten. Der Nennwert der alten Aktie wäre von 10 Franken auf 20 Rappen reduziert worden. Als zweite Variante hätten sie ihre Forderung zu 12 Prozent des Nennwertes in bar verkaufen können.
Am 2. Oktober entscheidet der Verwaltungsrat unter anderem über das Schliessungsdatum. Vorgesehen ist laut Zemp, dass der Park entweder am 19. oder am 26. November geschlossen wird.
Den 76 Angestellten war vorsorglich bereits Ende August auf den 30. November gekündigt worden. Die Löhne seien bis Ende November gesichert, sagte Zemp. Für die Mitarbeiter sei mit dem kantonalen Amt für Wirtschaft eine Stellenbörse eingerichtet worden. Einige hätten bereits eine neue Stelle gefunden.
Völlig offen ist laut Zemp, wie es nach der Schliessung im kommenden Frühling weitergeht. Vorerst wird das Nachlassverfahren durch die Berner Transliq AG weitergeführt. Der Gläubigerversammlung soll im Dezember der Nachlassvertrag unterbreitet werden.
Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Nachlassvertrag bereits mit einem Käufer abgeschlossen werde, sagte Philipp Possa, juristischer Mitarbeiter der Transliq AG. Es habe mehrere Anfragen von Kaufinteressenten gegeben, konkrete Angebote lägen jedoch nicht vor.
(sda/wenm)
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