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Sensationeller Kristallfund im Kanton Uri

Freitag, 18. August 2006, 8:52 Uhr, Aktualisiert 22:02 Uhr

Strahler entdecken riesige Rauchquarzgruppe

Am Planggenstock oberhalb des Göscheneralpsees im Kanton Uri haben die beiden Berufsstrahler Franz von Arx und Paul von Känel einen Jahrhundertfund gemacht. Im letzten September haben sie in einer Kluft in 32 Metern tiefe eine einzigartige Kristallgruppe entdeckt. Schweiz aktuell war bei der Bergung dabei.

Zwei strahlende Männer kauern hinter riesigem Bergkristall
Die beiden stolzen Finder möchten die Kristallgruppe dauerhaft ausstellen. (roman banholzer, sf)

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Die Rauchquarz-Gruppe ist gegen 20 Millionen Jahre alt und entstand ursprünglich in einer Tiefe von 20 Kilometern unter der Erdoberfläche. Der 56-jährige Urner Berufsstrahler Franz von Arx gegenüber «Schweiz aktuell»: «Solche Kristalle, in dieser Grösse und Perfektion - uns ist nicht bekannt, dass man sowas in den letzten 300 bis 400 Jahren im Alpenraum gefunden hat.»

Auch der Schatzer von der Korporation Uri, Carlo Peterposten, hat noch nie eine solche Rauchquarz-Gruppe gesehen. Die Gruppe ist rund einen Quadratmeter gross und wiegt gegen 300 Kilogramm, mit einem markanten Spitz von einem Meter Länge.

Der Kristallfund wurde gestern nach 8 Wochen knochenharter Bergungsarbeit mit dem Helikopter ins Tal geflogen. Franz von Arx: «Grösseres und tieferes Glück kann man nicht erfahren, dies ist einmalig.»

Seit 14 Jahren sind von Arx und sein Berner Strahler-Kollege Paul von Känel jeweils in den Sommermonaten an dieser Stelle auf 2500 Metern über Meer am Strahlen. Während der letzten 12 Jahre haben sie die Kluft bis in eine Tiefe von 35 Metern bearbeitet.

Den Wert des Fundes können und wollen die erfolgreichen Strahler und der Schatzungs-Experte nicht nennen. Die Kristallgruppe habe einen Liebhaberwert und sei nichts für einen gewöhnlichen Sammler.

Die beiden Berufsstrahler möchten die Rauchquarz-Gruppe der Bevölkerung nicht vorenthalten. Am liebsten würden sie sie in einer dauerhaften Ausstellung zeigen. «Wir möchten sicher nicht, dass die Rauchquarze ins Ausland wandern oder in einem Tresor in einem privaten Keller landen» meint Paul von Känel.

Mehr dazu heute abend in «Schweiz aktuell».

(sf/wyse)