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Glarner beschliessen radikale Gemeindereform

Sonntag, 7. Mai 2006, 13:00 Uhr, Aktualisiert 23:37 Uhr

Drei grosse statt 25 kleine Gemeinden

Die Glarner Landsgemeinde hat am Sonntag einen Überraschungs-Coup gelandet: Die heute 25 Gemeinden werden in den nächsten Jahren zu drei grossen Einheitsgemeinden zusammengefasst. Dies geht weit über den Antrag von Regierung und Parlament hinaus.

Glarner Bürgerinnen und Bürger in Tracht halten ihre Stimmkarten in die Höhe
Glarner Regierungsmitglieder erhalten weiterhin knapp 185'000 Franken jährlich. (keystone)

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Nach einer lebhaften Diskussion und drei Abstimmungsgängen war klar: Die Glarner wollen moderne, einfache und effiziente Gemeindestrukturen. Und sie wollen sie direkt ansteuern und nicht über Umwege und mit Zwischenschritten.

Zum Auftakt der diesjährigen Landsgemeinde war Robert Marti (SVP) zum Landammann (Regierungsratspräsident) gewählt worden. Zu seinem Stellvertreter, dem Landesstatthalter, wurde Pankraz Freitag (FDP) gekürt. Für beide gilt eine Amtszeit von zwei Jahren.

Im weiteren genehmigte die Landsgemeinde eine Änderung der Kantonsverfassung sowie einer ganzen Reihe von kantonalen Gesetzen an das Partnerschaftsgesetz des Bundes. Homosexuelle haben nun auch im Kanton Glarus die Möglichkeit, ihre Partnerschaft amtlich registrieren zu lassen.

(sda/sper)