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Am Ground Zero in New York wird gebaut
Viereinhalb Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September hat in New York offiziell der Neubau des World Trade Center begonnen. Mit 541 Metern soll das höchste Gebäude der USA entstehen.
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Eine lange Schlange von Baggern fuhr die Rampe am Ground Zero hinab. Sie sollen das Gelände freischaufeln, auf dem an Stelle der vernichteten Zwillingstürme der vom Stararchitekten Daniel Libeskind entworfene «Freedom Tower» («Freiheitsturm») entstehen soll.
«Wir werden uns angesichts des Terrors nicht wegducken», sagte der Gouverneur des Staates New York, George Pataki. Bereits in drei Jahren soll eine Gedenkstätte eröffnen.
Der Beginn der Bauarbeiten hatte sich immer wieder verzögert. Zunächst wurde über die architektonische Gestaltung und die Ausrichtung des Gedenkkomplexes gestritten, dann über die Sicherung der Bauten gegen neue Anschläge und schliesslich über die Finanzierung des 7-Milliarden-Dollar-Projekts.
Nach zähen Verhandlungen gab der Pächter des Geländes Larry A. Silverstein in dieser Woche schliesslich den Forderungen der Stadt und des Bundesstaates New York nach: Er erklärte sich damit einverstanden, die Kontrolle über den Freedom Tower an die Behörden abzutreten.
Unklar ist noch, wer in den «Freedom Tower» einmal einziehen soll. Privatunternehmen haben bisher kein Interesse gezeigt. Zum einen befürchten viele einen neuen Terroranschlag, zum anderen gibt es in New York jetzt schon ein Überangebot an Bürofläche.
Der ursprüngliche Entwurf für den Freedom Tower von Daniel Libeskind ist mittlerweile auf Betreiben Silversteins stark abgeändert worden. Mit seinem riesigen Betonsockel ähnelt er nach Meinung von Kritikern einem Festungsturm, der zu einem «düsteren Symbol für die Ära Bush» werden könnte.
(sda/schl)
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