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WHO ruft Schweinegrippe-Pandemie aus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Alarm für die Schweinegrippe A(H1N1) am 11. Juni auf die höchste Stufe angehoben. Damit hat die WHO zum ersten mal seit 41 Jahren eine weltweite Grippepandemie erklärt.
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Artikel in diesem Special
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Die Warnstufe wurde von 5 auf 6 erhöht, was einen globalen Ausbruch bedeutet, wie die WHO in Genf mitteilte. Zuvor waren UN-Gesundheitsexperten angesichts steigender Infektionszahlen in den USA, Europa, Australien und Südamerika zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengetroffen.
Inzwischen erkrankten nach WHO-Angaben über 28'700 Menschen in 74 Ländern an der Schweinegrippe. Ausser auf dem amerikanischen Kontinent breitet sich das Virus vor allem in Australien, Grossbritannien und Japan rasch aus. In der Schweiz waren bis Mittwochabend 20 Fälle von Schweinegrippe gemeldet.
Die Ausrufung der ersten Pandemie in diesem Jahrtausend bedeute aber nur, dass sich das Virus geografisch ausbreite und nicht, dass es gefährlicher werde, hatte ein WHO-Sprecher noch am Morgen erklärt. Die WHO betrachte die Schweinegrippe als «milden» Erreger. Bislang starben nach WHO-Angaben aber 141 Menschen daran.
Mit der Erhöhung der Pandemiestufe sind die Staaten dazu aufgerufen, weitere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Schweinegrippevirus zu ergreifen - vor allem soll die Produktion eines Impfstoffes gegen das Virus in grossem Stil anlaufen.
Die Schweiz hat selbst keine Impfstoffproduktion. Sie ist deswegen auf Impfstofflieferungen aus dem Ausland angewiesen. Der Bund hat 2006 einen Vertrag mit dem Pharmariesen Glaxo Smith Kline für die Lieferung eines Pandemieimpfstoffes abgeschlossen. Dieser soll in Deutschland hergestellt werden.
(ap/frua)
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