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Schweinegrippe: Schulen bleiben offen

Mittwoch, 5. August 2009, 16:17 Uhr, Aktualisiert 06.08.2009, 13:39 Uhr

Die Schweinegrippe hat vorerst keine Auswirkungen auf den Schulbeginn nach den Sommerferien. Mehrere Kantone haben mitgeteilt, gemäss Empfehlung des BAG auf vorsorgliche Schulschliessungen zu verzichten. Die Nachteile aus einer vorsorglichen Schliessung würden Überwiegen.

Schulhaus von Balgrist durch das Netz eines Handballtores fotografiert.
Eine Verlängerung der Sommerferien kommt für die Schulen nicht in Frage. (reuters)

Im Pandemieplan des Bundes sind präventive Schulschliessungen vorgesehen, um die Ausbreitung der Schweinegrippe einzudämmen. Nachdem sich die Pandemie aber nicht mehr verhindern lässt, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den Kantonen, momentan davon abzusehen, Schulen vorsorglich zu schliessen.

Die Kantone setzen die Empfehlungen des BAG gemäss ihren eigenen Pandemieplänen um. Und mit Appenzell Ausserrhoden, Aargau, Bern, St. Gallen und Thurgau haben die ersten von ihnen nun bekannt gegeben, vorläufig auf generelle Schulschliessungen zu verzichten.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mache die Schweinegrippe weniger krank als eine saisonale Grippe und scheine auch von den Komplikationen weniger gefährlich, teilte der Kanton Bern mit. Schulschliessungen hätten deshalb aktuell eine geringe Wirkung.

Der Kanton Aargau verwies etwa darauf, dass viele berufstätige Eltern ihre Kinder kurzfristig gar nicht beaufsichtigen könnten und externe Lösungen suchen müssten. Die Schliessung von Schulen würde aber dann erwogen, wenn eine grössere Zahl von Schülern erkrankt oder auch so viele Lehrer ausfallen, dass der Unterricht schlicht nicht aufrechtzuerhalten ist. In der Regel liegt der Entscheid zu einer Schulschliessung beim Kantonsarzt.

Falls überhaupt Schulen geschlossen werden müssten, dürfte sich dies nicht über längere Zeit hinziehen. Nach aktuellem Wissensstand dürfte die Grippe höchstens zu kurzfristigen Schulschliessungen von ein bis zwei Wochen führen, heisst es in der Berner Mitteilung. Deshalb würden vorerst auch keine weiteren Vorbereitungen für einen Fernunterricht getroffen.

(ap/hjw)

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