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Schweinegrippe-Impfzentren in Planung

Dienstag, 28. Juli 2009, 21:29 Uhr, Aktualisiert 06.08.2009, 13:38 Uhr

Wenn im Herbst ein Impfstoff gegen Schweinegrippe bereit steht, soll es kein Gerangel geben. Die Kantone bestimmen zurzeit, wo es Impfzentren geben wird und wer zuerst an die Reihe kommt. Die Impfung soll dabei für alle gratis sein.

Eine mit Handschuhen geschützte Hand hält einem Patienten eine Spritze an den Oberarm.
Die Impfung gegen das H1N1-Virus dürfte gratis sein. (colourbox)

Es sei davon auszugehen, dass die Impfung den Einzelnen nichts koste, sagte Jean-Louis Zürcher vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Noch sei aber nicht entschieden, ob die Krankenkassen die Kosten übernehmen müssen. Falls nicht, wird wohl der Staat einspringen müssen.

In grossen wie kleinen Kantonen sind für die Impfungen spezielle Zentren vorgesehen. In Glarus etwa soll es drei Zentren verteilt im Kanton geben, eines in einem Schulhaus in Niederurnen und je eines in den Feuerwehrgebäuden in Schwanden und im Hauptort Glarus vorgesehen.

Ob die Zentren aber im Herbst tatsächlich eingerichtet würden, hänge davon ab, ob der Kanton sämtliche Impfdosen gleichzeitig geliefert bekomme, sagte der stellvertretende Kantonsarzt Daniel Brunner. Falls nicht, werde die Impfung in Arztpraxen geprüft.

Im Kanton Freiburg soll es 37 Impfzentren geben - die meisten davon in Turnhallen, wie der stellvertretende Kantonsarzt Thomas Plattner sagte. Um auch die Bewohnerinnen und Bewohner in abgelegenen Tälern zu erreichen, plant der Kanton Wallis zusätzlich mobile Impfzentren, wie Kantonsarzt Georges Dupuis sagte.

Bei der Planung der Zentren haben die Kantone auf Konzepte zurückgreifen können, die bei den Pandemie-Vorbereitungen zur Vogelgrippe aufgestellt worden sind, wie verschiedene Kantonsärzte übereinstimmend sagten.

Neben der Planung der Impfzentren bestimmen die Kantone zurzeit, wer zuerst geimpft werden soll. Klar ist bereits, dass Personen im Gesundheitswesen prioritär behandelt werden. Auch Personen mit einem schwachen Immunsystem oder Atemproblemen dürften Vorrang haben.

«Hier warten wir noch auf Empfehlungen aus Bundesbern», sagte der stellvertretende Glarner Kantonsarzt Brunner weiter. Vor allem wissen man noch nicht, ob Kinder generell als Risikogruppe angeschaut und prioritär geimpft werden sollten.

(sda/bers)

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