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Neue Tamiflu-Resistenzen bei H1N1-Viren

Dienstag, 4. August 2009, 2:28 Uhr, Aktualisiert 06.08.2009, 13:39 Uhr

Im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko sind nach Behördenangaben Fälle von Schweinegrippe aufgetaucht, bei denen eine Behandlung mit dem Medikament Tamiflu unwirksam war. In der Grenzregion, der Stadt El Paso und in der Nähe von McAllen im US-Bundesstaat Texas seien Fälle von Tamiflu-Resistenz festgestellt worden, sagte die Chefin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO), Maria Teresa Cerqueira.

Ein Paket mit dem Medikament Tamiflu, im Hintergrund ein Arzt.
Die weltweit gehorteten Tamiflu-Bestände könnten in ihrer Bedeutung stark an Wert verlieren, wenn resistente Erreger den globalen Siegeszug antreten. (reuters)

Die Resistenzen seien bei Infizierten festgestellt worden, die regelmässig die Grenze zwischen Mexiko und den USA überquerten und die sich selbst mit Tamiflu behandelt hätten, sagte Cerqueira bei einer Konferenz im kalifornischen La Jolla.

Das vom Pharmakonzern Roche hergestellte Medikament ist derzeit das wichtigste zur Behandlung der Schweinegrippe eingesetzte Mittel, da ein Impfstoff noch nicht existiert. In den USA gibt es Tamiflu nur auf Rezept, in Mexiko ist es frei verkäuflich.

Wenn das antivirale Medikament schon «beim ersten Niesen» eingenommen werde, sei es unwirksam, wenn es wirklich benötigt werde, warnte Cerqueira.

Bereits in Juli war in Kanada ein Fall von Tamiflu-Resistenz beobachtet worden, auch in Dänemark, Japan und Hongkong erwiesen sich Stämme des Virus' A (H1N1) bereits als unempfindlich gegen das Medikament.

Roche hatte nach klinischen Tests angekündigt, dass mit einer Resistenzrate von etwa 0,5 Prozent zu rechnen sei.

(sda/afp/halp)

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