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Hotline des BAG zur Schweinegrippe
Für die Schweizer Bevölkerung besteht laut den Gesundheitsbehörden zurzeit keine Gefahr durch die Schweinegrippe. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verzichtet deshalb vorerst auf Sofortmassnahmen. Für Fragen aus der Bevölkerung hat das BAG eine Hotline eingerichtet: 031 322 21 00.
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Massnahmen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe ergreift das BAG vorerst nicht. Es verweist dabei darauf, dass das Expertenkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Pandemie-Stufe nicht erhöht und keine entsprechenden Empfehlungen erlassen hat.
Empfehlungen für Reisebeschränkungen werde die Schweiz in Absprache mit der WHO und den europäischen Gesundheitsbehörden erst veröffentlichen, wenn es die Situation erfordere, heisst es in der Mitteilung.
Italien, Polen und Venezuela empfahlen ihren Bürgern bereits, Reisen in die betroffen Gebiete in Mexiko und den USA aufzuschieben. Hongkong und Südkorea warnten vor Reisen in die Hauptstadt Mexiko-Stadt und die drei betroffenen mexikanischen Provinzen.
Das BAG intensiviert aber die Überwachung der Schweinegrippe in der Schweiz. Personen, die vor sieben oder weniger Tagen aus den von der Schweinegrippe betroffenen Gebieten - insbesondere Mexiko City - zurückgekehrt sind und Anzeichen von Grippe zeigen, sollten unverzüglich mit einem Arzt oder dem Notfalldienst eines Spitals Kontakt aufnehmen, schreibt das BAG.
Das BAG hatte am Samstag die Kantonsärzte und die Öffentlichkeit über die Lage informiert und Empfehlungen für die Ärzteschaft veröffentlicht. Diese Informationen wurden heute aktualisiert und sind auf der Website des BAG in Deutsch und Französisch aufgeschaltet.
Verdachtsfälle müssen vom behandelnden Arzt dem entsprechenden Kantonsarztamt innert 2 Stunden telefonisch gemeldet werden. In Absprache mit dem zuständigen Kantonsarzt würden bestätigte Verdachtsfälle in Spitalbehandlung gebracht.
Allfällige Massnahmen in der Schweiz würden laut BAG gemäss Pandemieplan getroffen. Wenn das Virus auch in der Schweiz auftritt, hätte dies auch Auswirkungen auf Grossanlässe wie die zurzeit laufende Eishockey-WM.
Eine weitere mögliche Massnahme wäre die Freigabe des Tamiflu-Lagers des Bundes. Dieses reicht gemäss Patrick Mathys, dem Leiter der Sektion Pandemievorbereitung im BAG, zur Behandlung von einem Viertel der Bevölkerung sowie zur prophylaktischen Behandlung des Personals im Gesundheitswesen.
Mathys riet jedoch von einer vorbeugenden Einnahme von privaten Tamiflu-Reserven ab. Wenn das antivirale Medikament ohne ärztliche Betreuung eingenommen werde, steige wie bei Antibiotika das Risiko von Resistenzenbildung. Ob die Impfung gegen die saisonale Grippe gegen das Virus hilft, ist laut Mathys noch nicht klar.
(sda/ap/sidd)
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