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H1N1 könnte Zugverkehr massiv einschränken

Montag, 17. August 2009, 15:00 Uhr, Aktualisiert 17:09 Uhr

Die SBB ist laut eigenen Angaben für die Schweinegrippe gerüstet. Wenn zehn Prozent der Angestellten erkranken, könnten aber regional einzelne Züge ausfallen. Sollte ein Viertel des Personals ausfallen, würden massiv weniger Züge fahren.

Menschen, die auf einem Perron im Bahnhof Olten stehen
Falls viele SBB-Angestellte erkranken, muss man bald länger auf den Zug warten. (sbb)

Allerdings dürften die SBB den Fahrplan nicht auf eigene Faust einschränken. Das Bundesamt für Verkehr müsste die SBB von der Fahrplanpflicht entbinden, sagte Thomas Weibel, der Leiter der SBB Taskforce, in einem Interview der SBB-Zeitung. Abgestimmt würden derartige Entscheide durch die Kommission für das Verkehrswesen im Ereignisfall, in der auch die SBB vertreten seien.

Die Krisenorganisation habe bereits beim netzweiten Stromausfall von 2005 und bei den Unwettern von 2007 ihre ersten Bewährungsproben bestanden und sei auch für den Fall einer Schweinegrippe-Pandemie gut vorbereitet.

So gehe man davon aus, dass bei einer Ausfallrate von zehn Prozent des Personals möglicherweise regionale Ausfälle einzelner Züge nötig seien. Bei Ausfallraten von 25 und mehr Prozent müsste dann das Grundangebot eingeschränkt werden. «Dies könnte zum Beispiel heissen, dass wir vom Stundentakt auf einen Zweistundentakt oder von einem Halbstundentakt auf einen Stundentakt übergehen würden», sagte Weibel.

Falls das Bundesamt für Gesundheit die Empfehlung gebe, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen, dann würden solche sofort verteilt. Im Lager in Brugg lägen mehrere Millionen. Sie reichten aus, um allen Mitarbeitenden während zwölf Wochen Schutz zu gewähren. Klar sei auch, dass SBB-Mitarbeitende mit Publikumskontakt eine andere Schutzmaske erhielten als jene in den Büros. An offenen Schaltern könnten die Mitarbeitenden durch Plexiglasscheiben geschützt werden. Und in den Büros würde die Heimarbeit gefördert.

(ap/sprm)

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