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Grippekranke sollen zuhause bleiben ohne Zeugnis
Das Bundesamt für Gesundheit fordert, dass Schweinegrippe-Patienten zuhause bleiben - ohne ein Arztzeugnis abzugeben. Auch FMH-Präsident Jacques de Haller appelliert an die Arbeitgebergeber, auf ein Artzeugnis zu verzichten.
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Die Arbeitgeber selbst geben sich grundsätzlich kulant, wie eine «10vor10»-Recherche zeigt: Im begründeten Missbrauchs-Verdachtsfall würden sie aber dennoch Arztzeugnisse anfordern.
Erkrankte sollen nicht zur Arbeit gehen, so die Botschaft des Bundes. Sie sollen zu Hause bleiben und auch nicht zum Arzt gehen und demzufolge auch auf ein Arztzeugnis verzichten.
BAG-Direktor Thomas Zeltner zeigt dabei auch Vertrauen in die Bevölkerung. Er rechnet nicht mit Simulanten. «Wir gehen davon aus, dass die Leute verantwortungsvoll damit umgehen. Einfach Blau machen und sagen: Wir haben eine Grippe, das werden wohl die wenigsten», sagte Zeltner gegenüber «10vor10».
Eine weitere Lanze für die Arbeitnehmer bricht Jacques de Haller, Chef der Verbindung Schweizer Ärzte (FMH). Im Falle einer Ansteckung sollen die Arbeitgeber wegen eines Arztzeugnisses nicht pingelig sein.
«Für den Arbeitgeber wäre es vernünftig, frühestens nach einer Woche ein Arbeitszeugnis zu verlangen. Früher macht es keinen Sinn», äusserte sich Haller gegenüber «10vor10».
Auf die Loyalität der Mitarbeiter setzen alle von «10vor10» befragten grossen Schweizer Firmen. Die Arbeitgeber bekunden ebenfalls keine Mühe mit den TV-Spots des BAG. Sie halten sich an die Ratschläge des Bundes. Ein Arztzeugnis verlangen die meisten Arbeitgeber in der Regel nach drei bis sieben Tagen.
Laut Obligationenrecht hätten sie jedoch die Möglichkeit, dies bereits ab dem ersten Krankheits-Tag zu tun. Eine Massnahme, die etwa bei einem konkreten Simulations-Verdacht auch tatsächlich angewendet werden könnte.
(sf/from)
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