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Erste Schweinegrippe-Übertragung in der Schweiz
Erstmals hat sich in der Schweiz selber eine Person mit Schweinegrippe angesteckt. Es gibt hierzulande mittlerweile 14 bestätigte Fälle. Der Bundesrat bewilligte ausserdem den Kauf von 40'000 Packungen Tamiflu als Notfallreserve des Bundes.
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Wie der Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), Thomas Zeltner, vor den Bundeshausmedien ausführte, handelt es sich bei 12 der 14 Personen mit dem Grippevirus A(H1N1) um Reiserückkehrer aus Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada).
Eine Person war aus der Dominikanischen Republik zurückgekehrt. Und eine Person - eine 29-jährige Frau aus dem Kanton Waadt - hat sich aller Wahrscheinlichkeit nach in der Schweiz angesteckt. Nach Angaben des Waadtländer Kantonsarztes vom Freitag geschah die Ansteckung offenbar durch Kontakt mit einer aus den USA angereisten Person.
Als Risikozonen galten bislang die USA, Mexiko und Kanada. Das BAG hat nun einige weitere Länder zu solchen erklärt, wie Zeltner sagte. Es handelt sich um die Dominikanische Republik, Chile, Panama und Australien.
Wer aus diesen Ländern heimkehrt und Fieber sowie Grippesymptome hat, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen, sagte der BAG-Direktor.
Der Bundesrat hat zudem den Kauf von 40'000 Packungen Tamiflu als zusätzliche Notfallreserve des Bundes bewilligt. Die Reserve stelle einen raschen Zugang zum antiviralen Medikament im Falle einer temporären Verknappung sicher.
Der Bund besitzt bereits einen Vorrat an Tamiflu. Dieser würde ausreichen, um in einem Pandemiefall in der Schweiz einen Viertel der Bevölkerung zu behandeln, hielt Gesundheitsminister Pascal Couchepin vor den Medien fest. Höchstens so viele Erkrankungen wären im schlimmsten Fall zu erwarten, fügte er an.
Die zusätzlichen 40'000 Packungen Tamiflu kommen laut Couchepin in die Armeeapotheke. Die dort gelagerte Notfallreserve solle kurzfristig eine notfallmässige Nachfrage nach dem Medikament decken.
Seit dem 24. April 2009 verbreitet sich das neue Grippevirus A(H1N1) auf der ganzen Welt. Nordamerika jedoch bleibt die am stärksten betroffene Region.
Das BAG wiederholte ferner seine frühere Aussage, dass die Schweinegrippe zurzeit keine grössere Gefahr für die Schweizer Bevölkerung darstelle. Mit der weltweit steigenden Zahl von Patienten und betroffenen Regionen erhöhe sich jedoch das Risiko, dass weitere Erkrankungsfälle in die Schweiz eingeschleppt werden.
(sda/stom)
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