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Sonderprüfung für UBS vom Tisch

Freitag, 14. März 2008, 11:29 Uhr, Aktualisiert 20:51 Uhr

Ethos verzichtet auf weitere Schritte

Die Genfer Anlagestiftung Ethos verzichtet darauf, bei der Grossbank UBS eine Sonderprüfung gerichtlich zu erzwingen. Die Bank sicherte nach Gesprächen mit Ethos zu, die Aktionäre transparenter zu informieren.

Ein Mann an einem Rednerpult. Dahinter eine Projektion.
Der Ethos-Antrag auf Sonderprüfung erhielt an der a.o. GV 45 Prozent Zustimmung. (reuters)

Die UBS habe Ethos schriftlich versprochen, «transparenter über die behördlichen Abklärungen zu den Auswirkungen der Hypothekarkrise in den USA zu informieren», teilte die Stiftung mit. Zudem habe die UBS eingewilligt, eine Zusammenfassung sämtlicher ihrer Berichte in Verbindung mit der Untersuchung der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) offen zu legen.

Damit würden die Aktionäre «in Zukunft wesentlich umfassendere Informationen erhalten als durch die zehn von Ethos im Rahmen der Sonderprüfung gestellten Fragen», hält die Anlagestiftung in der Mitteilung fest.

An der ausserordentlichen Generalversammlung von UBS vom 27. Februar hatten 45 Prozent der vertretenen Stimmen den Ethos-Antrag auf Sonderprüfung unterstützt. Mit dieser «dieser bedeutenden Zustimmung» im Rücken suchte Ethos das Gespräch mit der UBS-Führung. Ziel sei gewesen, eine Lösung zu finden, «um nicht eine Sonderprüfung auf gerichtlichem Weg anzustreben».

Nun soll aus der 300 Seiten umfassenden UBS-Antwort auf die EBK-Fragen laut Ethos bereits ein erstes Dokument von rund 30 Seiten veröffentlicht werden. Die Bank habe zudem eingewilligt, zusammen mit Ethos einen externen Experten zu bestimmen, der überprüfe, dass die Zusammenfassung den Bericht angemessen widerspiegle.

Dieser erste Bericht werde den Aktionären voraussichtlich an der ordentlichen Generalversammlung vom 23. April zur Verfügung stehen. In einem zweiten Schritt werde nach Abschluss der EBK-Untersuchung den Aktionären ein umfassender Bericht über deren Ausgang unterbreitet. Auch dieser Bericht wird von einem externen Experten auf dessen Richtigkeit überprüft.

Ethos begrüsst das Bestreben von UBS für mehr Transparenz. Dies sei ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre wiederzugewinnen.

(sda/hesa)