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Ethos beharrt auf UBS-Sonderprüfung
Antrag war an a.o. GV knapp gescheitert
Die Anlagestiftung Ethos pocht weiter darauf, dass die Risikokontrolle der UBS nach den milliardenschweren Abschreibungen von einem externen Experten durchleuchtet wird. Sie behält sich eine richterlich angeordnete Sonderprüfung vor.
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Ein externer Experte müsse die Risikokontrolle der UBS unter die Lupe nehmen, sagte Ethos-Direktor Dominique Biedermann. Die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) als Aufsichtsbehörde habe der UBS bisher nur Fragen gestellt.
Es sei aber nötig, die Zweitmeinung eines Experten in diesen wichtigen Fragen einzuholen. Ethos befürwortet dabei eine von der EBK unabhängige Untersuchung. «Die Ergebnisse eines solchen Berichtes wären für alle Aktionäre einsehbar», sagte Biedermann.
Der Kritik am eher sanften Vorgehen der EBK unter ihrem Präsidenten Eugen Haltiner, ein ehemaliges Mitglied des Group Managing Board der UBS, wollte der Ethos-Direktor nicht kommentieren. Die EBK sei jedoch im Fall UBS gefordert.
Ethos will in Kürze Gespräche mit der UBS über eine externe Sonderprüfung aufnehmen. Biedermann blickt diesen Diskussionen mit Zuversicht entgegen, habe die UBS in der Vergangenheit doch stets ein offenes Ohr für die Ethos-Anliegen gehabt.
Zwar scheiterte Ethos am Mittwoch an der ausserordentlichen Generalversammlung mit ihrem Antrag auf Sonderprüfung knapp. Der Ja-Anteil war mit 45 Prozent jedoch hoch. «Die Geschichte ist damit aber noch nicht vom Tisch», sagte Biedermann.
Das Schweizer Obligationenrecht sieht vor, dass zum Schutz von Minderheitsaktionären Investoren, die Aktien im Nominalwert von total 2 Millionen Franken oder mindestens 10 Prozent des Aktienkapitals vertreten, beim Richter innerhalb von drei Monaten nach der GV eine Sonderprüfung verlangen können.
Mit der nur knappen Ablehnung der Sonderprüfung an der ausserordentlichen GV und der Möglichkeit einer richterlich angeordneten Prüfung im Rücken, geht Ethos in die Gespräche mit der UBS. «Wir sind offen für Vorschläge», sagte Biedermann.
Die UBS liess ihrerseits verlauten, dass sie zu einem Gespräch bereit sei. Die Grossbank werde mit Ethos erörtern, wie sie ihre Anliegen und jene der Ethos einander näher bringen könne.
(sda/bosy)
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