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Powell: «Ich wähle Obama»
Schwerer Dämpfer für McCain
Der ehemalige republikanische US-Aussenminister Colin Powell hat sich für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama ausgesprochen. US-Medien werteten den Schritt als schweren Schlag für John McCain.
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Er werde bei der Präsidentschaftswahl am 4. November für Senator Obama stimmen, sagte Powell in der Sendung «Meet the Press» des Fernsehsenders NBC. Obama erfülle die Voraussetzungen, die USA zu führen, «weil er inspirieren kann, weil seine Kampagne alle eingeschlossen hat, weil er alle im Land erreicht».
Powell ist wie Obama ebenfalls ein Schwarzer. Falls Obama die Wahl gewinne, «sollten alle Amerikaner stolz sein, nicht nur die Afroamerikaner», sagte Powell. «Das würde nicht nur unser Land begeistern, es würde die Welt begeistern.»
Der frühere US-Aussenminister kritisierte zudem diejenigen Republikaner, die Barack Obama als Muslim bezeichnen. Solche Äusserungen polarisierten, schliesslich sei Obama schon immer Christ gewesen. Ausserdem sei auch ein muslimischer Präsident denkbar.
«Was wäre, wenn? Spricht etwas dagegen, in diesem Land ein Muslim zu sein? Die Antwort ist nein, das ist nicht Amerika», sagte Powell. «Spricht etwas dagegen, wenn ein siebenjähriges muslimisch-amerikanisches Kind daran glaubt, dass er oder sie Präsident sein könnte?»
Den republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain nahm Powell von seiner Kritik ausdrücklich aus.
Der Vier-Sterne-General und ehemalige Generalstabschef war in der Regierung des republikanischen Präsidenten George W. Bush von 2001 bis 2005 Aussenminister.
(sda/stom)
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