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«Obama spricht wie wir»
Couchepin und Calmy-Rey begrüssen Wahlausgang
Bundespräsident Pascal Couchepin hat die Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten als zukunftsgerichteten Entscheid bezeichnet. Auch Aussenministerin Micheline Calmy-Rey zeigt sich zufrieden. Mit Obama werde sich ein Mentalitätswandel einstellen, sagte sie.
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Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat die Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten begrüsst. Obama «spricht wie wir», sagte Calmy-Rey im Westschweizer Radio RSR. Mit ihm werde der Wandel ins Weisse Haus einziehen.
Obama nenne Stichworte wie Dialog, Menschenrechte, Klimawandel, sagte die Bundesrätin. Er bevorzuge den Multilateralismus und diplomatische Konfliktlösungen. Mit ihm werde sich ein Mentalitätswandel einstellen.
Allerdings brauche man sich keinen Illusionen hinzugeben: Als US-Präsident werde auch Barack Obama in erster Linie die Interessen seines eigenen Landes vertreten, räumte Calmy-Rey ein. Eine grundlegend neue Strategie in der Aussenpolitik erwarte sie deshalb nicht.
Die Amerikaner hätten sich für einen schwarzen Präsidenten und einen katholischen Vizepräsidenten entschieden und damit gezeigt, dass Amerika imstande sei, sich neuen Horizonten zu öffnen, sagte Couchepin im Westschweizer Radio RSR.
Für den republikanischen Kandidaten John McCain sei das Alter ein Handicap gewesen. Mit 72 Jahren sei es ein wenig heikel, das Amt eines US-Präsidenten auszuüben, sagte der 66-jährige Bundespräsident. Daher sei der Sieg Obamas auf der Hand gelegen.
Nach Ansicht von Couchepin ist der neue Präsident besser als die gegenwärtige Regierung in der Lage, auch die Interessen anderer Länder mit einzubeziehen.
In Bezug auf die Rolle der Schweiz in Steuerfragen räumte Couchepin aber auch ein, dass der Druck mit Obama nicht geringer werden dürfte. Auch die USA verteidigten in erster Linie ihre eigenen Interessen.
(sda/godc)
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