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SVP-Ultimatum, Cervelat-Krise und Amstetten

Mittwoch, 24. Dezember 2008, 14:35 Uhr, Aktualisiert 28.12.2008, 14:16 Uhr

Rückblick Teil 2/7

Nach ihrer umstrittenen Wahl in den Bundesrat eröffnet die SVP das Dauerfeuer auf Eveline Widmer-Schlumpf. Dieses gipfelt in einem Rücktrittsultimatum. Widmer-Schlumpf bleibt unbeeindruckt - und zeigt sich nach 100 Tagen im Amt stärker denn je.

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Jahresrückblick

Im Volk wächst derweil die Unterstützung für die Bündner Bundesrätin. Auf dem Bundesplatz versammeln sich über 10'000 Menschen und bekunden ihre Solidarität.

Die SVP wird später mit ihrer Drohung ernst machen: Im Juni wirft sie die Bündner Sektion - und damit auch Widmer-Schlumpf - aus der nationalen Partei.

SBB-Cargo will 400 Stellen abbauen, vor allem im Werk Bellinzona. Die SBB-Chefs unterschätzen aber die Solidarität im Tessin: Kantonsregierung, Bevölkerung und sogar die Kirche stellen sich hinter die Arbeiter. Es folgen wochenlange Streiks und Diskussionen. Man einigt sich schliesslich, die Tessiner Werkstätte zu erhalten.

Die Schweiz droht derweil eine Staatskrise der kulinarischen Art: Der Cervelat steht vor dem Aus. Aus Angst vor BSE dürfen keine brasilianischen Rinderdärme als Haut für Cervelats verwendet werden.

In Russland wird der ehemalige Präsident Wladimir Putin neuer Ministerpräsident und Dmitri Medwedew Staatspräsident. Beobachter sind sich einig: Putin hat weiterhin das Sagen im Kreml, Medwedew ist ein Präsident von Putins Gnaden.

Die Olympischen Spiele von Peking werfen ihre politischen Schatten voraus. In Tibet demonstrieren buddhistische Mönche gegen die chinesische Besetzungs-Politik. China schlägt die Demonstrationen nieder.

24 Jahre lang hielt Josef Fritzl seine Tochter Elisabeth in einem Verlies gefangen und zeugte mit ihr sieben Kinder. Der Fall Amstetten schockiert die Welt. Entdeckt wird das Inzestdrama, weil eines der Keller-Kinder schwer erkrankt und von Fritzl ins Spital gebracht werden muss.

Auf Knut folgt Flocke: Nachdem der Eisbär Knut - inzwischen erwachsen und nicht mehr knuddelig - die Berliner Zoobesucher verzückte, steht nun Eisbärendame Flocke in Nürnberg im Scheinwerferlicht.

Doch auch die Nachfolgerin von Knut wächst und wächst: Flocke ist somit bereits nächstes Jahr Schnee von gestern.

(sf/meip)