Obama, Haider und Schmid
Rückblick Teil 6/7
«Yes, we can!» – am 4. November 2008 schreibt das amerikanische Volk Geschichte und wählt den 47-jährigen Demokraten Barack Obama zum US-Präsidenten. Damit wird erstmals ein Afroamerikaner die Geschicke des Landes lenken. Sein republikanischer Gegner John McCain gesteht die Niederlage ein.
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In Chicago feiern Zehntausende Anhänger von Barack Obama im Grant Park frenetisch den Triumph des Senators. Auch im Repräsentantenhaus und im Senat baut die Partei von Barack Obama ihre bisherige Mehrheit weiter aus.
In Österreich kommt der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider bei einem Selbstunfall ums Leben. Haider wird mit allen Ehren zu Grabe getragen. Am Staatsbegräbnis nehmen über 25'000 Menschen teil.
Im Herbst bedrohen Waldbrände die Millionenstadt Los Angeles. 2000 Feuerwehrleute kämpfen verzweifelt gegen die Flammen. 50'000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Erst nach 7 Tagen beruhigt sich die Situation. Zurück bleibt ein zerstörtes Gebiet von der Grösse des Kantons Basel-Stadt.
Ein Erdbeben erschüttert den Schweizer Finanzplatz: Die UBS braucht staatliche Hilfe. Die Finanzkrise, Missmanagement und das schwindende Kundenvertrauen haben die einst stolze Bank an den Rand des Ruins geführt. Zusammen mit der Nationalbank schnürt der Bund ein knapp 69 Milliarden Franken teures Rettungspaket.
Unter Tränen verkündet Bundesrat Samuel Schmid seinen Rücktritt. Während Monaten war der BDP-Bundesrat von allen Seiten angegriffen worden. Der Fall Nef, das Unglück auf der Kander, die drohende Ablehnung des Rüstungsprogramms sowie gesundheitliche Probleme hatten Schmid stark zugesetzt.
Noch nie war James Bond so schweizerisch wie in «Quantum of Solace». Im Film des Schweizer Regisseur gibt es Schweizer Bösewichte und sogar Schweizer Mundart ist zu hören.
Auch die Produktionskosten haben schweizerische Grossbanken-Abschreiber-Dimensionen: Mit 230 Millionen Dollar ist es der teuerste Bond aller Zeiten.
(sf/meip)
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