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Affäre Nef, Libyen-Krise und Nadal

Sonntag, 28. Dezember 2008, 20:59 Uhr

Rückblick Teil 4/7

Die Bombe platzt mitten im Sommer-Loch: Roland Nef soll seine Ex-Partnerin vor der Ernennung zum Armeechef belästigt haben. Es läuft ein Verfahren wegen Nötigung, über das Bundesrat Samuel Schmid den Gesamtbundesrat nicht informiert. Nef muss gehen, die Kritik an Schmid nimmt zu.

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Jahresrückblick

Roland Nef geht damit als Armeechef mit der kürzesten Amtszeit in die Schweizer Geschichte ein. Der spätere Bericht der Geschäftsprüfungskommission kritisiert Bundesrat Samuel Schmid hart: Schmid habe einen «folgenschweren Fehler» begangen, als er Nef als Armeechef vorschlug.

In Genf wird Hannibal Ghadaffi, Sohn des libyschen Staatschefs Muammar Ghadaffi, für zwei Tage festgenommen. Er soll zwei Hausangestellte geschlagen haben. Dies führt zur diplomatischen Krise mit Libyen: Vater Ghadaffi verhaftet zwei Schweizer in Libyen, droht mit Ölboykott und streicht Swiss-Flüge in sein Land.

Nach sechs Jahren Geiselhaft im Dschungel Kolumbiens befreit eine Spezialeinheit Ingrid Betancourt aus den Händen der FARC-Rebellen. Vermittler im Hintergrund war unter anderem der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der sich für die Freilassung der französisch-kolumbianischen Staatsbürgerin eingesetzt hatte.

Nach zwölf Jahren wird der bosnische Serbenführer Radovan Karadzic gefasst. Der Kriegsverbrecher lebte getarnt mit Vollbart, Brille und neuer Identität unerkannt in Belgrad. Karadzic wird vorgeworfen, als Präsident der Republik Srpska in Bosnien Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit befohlen zu haben.

In Simbabwe erreicht Diktator Robert Mugabe bei den Wahlen keine absolute Mehrheit und verstärkt den Terror gegen die Opposition. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai flüchtet in die niederländische Botschaft. Doch Mugabes Macht schwindet: Er muss die Macht mit Tsvangirai teilen; im September werden entsprechende Regierungsverträge unterzeichnet. Aber die Menschen in Simbabwe trauen Mugabe nicht.

Dieser Wimbledon-Final geht in die Geschichte ein: Roger Federer gegen Rafael Nadal. Federer kämpft - und verliert. Nach fünf Wimbledon-Siegen.

Es folgt das French Open - wieder gegen Nadal auf Sand. Federer hat keine Chance. Auch im Einzel bei den Olympischen Spielen verliert er. Nach 237 Wochen muss Federer die Nummer eins abgeben - an Nadal.

(sf/meip)