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Vermehrt Ja-Stimmen auf dem Land
Analyse der Abstimmungsergebnisse
Nach dem klaren Ja zur Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Bulgarien und Rumänien wird deutlich: Ländliche Gebiete haben beim Ja-Anteil gegenüber der letzten Abstimmung 2005 eine wichtige Rolle gespielt. In Landquart (GR) etwa stieg der Ja-Stimmenanteil um 10 Prozentpunkte.
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Die ländlichen Regionen, wo der Ja-Anteil stark zulegte, haben einiges gemeinsam: So ist der Anteil an Ausländern aus Europa überdurchschnittlich, die Steuerbelastung hoch, die Finanzkraft der Kantone gering und die CVP oft meinungsbildende Partei.
«Dies führt dazu, dass man sich von der Personenfreizügigkeit wirtschaftlichen Aufschwung verspricht», sagt der Politikwissenschafter Claud Longchamp vom Forschungsinstitut gfs.bern der «Tagesschau».
Nur in wenigen Regionen hat die Zustimmung zur Personenfreizügigkeit seit 2005 abgenommen. Dazu zählt in erster Linie das Tessin, das Gebiet rund um den Zürichsee und um Biel – Gebiete mit eher hoher Arbeitslosigkeit und vielen Ausländern aus Nicht-EU-Staaten. «Dort wirkt die Personenfreizügigkeit eher bedrohlich», erklärt Longchamp.
Am 25. September 2005 stimmte die Schweiz über die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die damals neuen EU-Staaten in Ost- und Südeuropa ab sowie über die Revision der flankierenden Massnahmen, also über die heute geltende Personenfreizügigkeit zwischen der EU und der Schweiz.
An der Abstimmung nahmen 54 Prozent der Stimmberechtigten teil. Davon votierten 56 Prozent für die Vorlage, 44 Prozent dagegen.
(sf/hues/meip)
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