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Schweizer sind «gute Europäer»
Ausländische Medienreaktionen nach Abstimmung
Das Ja der Schweiz zur Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit ist in den ausländischen Medien auf unterschiedliches Interesse gestossen. Viel Aufmerksamkeit gab es in Deutschland und Österreich, während anderswo nur am Rande oder gar nicht über den Abstimmungsausgang berichtet wurde.
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«Die Schweizer Wähler haben eine schwere Krise in den Beziehungen ihres Landes mit der EU abgewendet», schrieb «Welt»-Online und berichtete ausführlich über die Reaktionen in der Schweiz auf den Abstimmungsausgang.
Unter dem Titel «Die guten Europäer» kommentierte «Spiegel»-Online, die Schweizer hätten sich entgegen ihrem Image als Isolationisten als zuverlässige Europäer erwiesen. Ein EU-Beitritt sei in naher Zukunft aber trotzdem noch unwahrscheinlicher geworden. Denn die Schweizer wollten in Europa ihren eigenen Weg gehen.
Trotz des massiven Zuzugs speziell von Arbeitnehmern aus Deutschland halte die Schweiz an ihrer Politik der offenen Grenzen gegenüber der EU fest, schrieb die «Süddeutsche Zeitung». «Auch Rumänen dürfen in die Schweiz», titelte die «Badische Zeitung» in ihrer Online-Ausgabe. Ein überraschend klares Bekenntnis zur EU, machten die «Oberösterreichischen Nachrichten» aus.
Der Wiener «Standard» ging auf den Anstoss für eine neue EU-Beitrittsdebatte von SP und Grünen ein und schrieb: «Entscheidend wird sein, ob die bürgerlichen Parteien die Gunst der Stunde zu nutzen wagen - oder ob sie sich mit weiteren Schrittchen auf dem bilateralen Weg begnügen wollen.»
In deutschen Online-Medien löste zudem der Entscheid der Stimmberechtigten des Kantons Zürich, die Pauschalbesteuerung für reiche Ausländer abzuschaffen, ein grosses Echo aus. «Für Millionäre wird die Schweiz jetzt teuer», sagte «Welt»-Online voraus.
Weniger Aufmerksamkeit erhielt der Abstimmungssonntag in den Online-Medien der westlichen und südlichen Nachbarländer und im angelsächsischen Raum.
Der «Corriere della Sera» berichtete über die «Niederlage der Isolationisten». Die «New York Times» ging im Internet gar nicht auf die Abstimmung ein, und die «Financial Times» berichtete über das Ja der Davoser Stimmberechtigten zum Ausbau des Kongresszentrums für das WEF.
(ap/stom)
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