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Schweizerischer Tierschutz ist enttäuscht nach hartem Nein

Sonntag, 7. März 2010, 18:36 Uhr, Aktualisiert 18:45 Uhr

Nach dem Nein zur Tierschutz-Initiative verlangen die Befürworter nun politische Reaktionen aus den Kantonen. Sie pochen darauf, dass die Kampagnen-Versprechen umgesetzt werden. Die Gegner erklären, dass der Umfang des Tierschutzes in der Schweiz genüge.

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Der Schweizerische Tierschutz (STS) nimmt das wuchtige Nein zu seiner Initiative «enttäuscht und traurig» zur Kenntnis, wie STS-Geschäftsführer Hansueli Huber sagte. Das Volk habe sich offenbar gegen ein Instrument ausgesprochen, das es als übertrieben anschaue.

Kantone müssen nun handeln

Es handle sich aber um ein Nein gegen die Anwälte und nicht gegen den Tierschutz an sich, hielt Huber fest. Die Tiere hätten von der Kampagne profitiert. «Selbst die Gegner haben anerkannt, dass es im Vollzug des Tierschutzes in gewissen Kantonen Probleme gibt.» Die Politik müsse dieser Einsicht nun Taten folgen lassen.

Die Gegner hätten offenbar das Volk davon überzeugen können, dass die Kantone den Tierschutz selbst regeln könnten, sagte auch SP-Nationalrat Mario Fehr (ZH), dessen Partei die Initiative unterstützt hatte. «Da nehmen wir sie jetzt beim Wort.» Weder die Tierschutzgesetze noch der Zürcher Tierschutz-Anwalt seien in Frage gestellt worden, stellte Fehr fest.

Schweizer Tierschutzgesetze reichen

Der Zürcher Tieranwalt Antoine Goetschel seinerseits erklärte sich das Nein mit einer «Sättigung mit Tierschutzthemen». So sei immer wieder darüber geredet worden, dass man Meerschweinchen und Wellensittiche nicht mehr alleine halten dürfe. «Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Schweizer nun langsam genug davon hatten.»

Keine Änderung wird es im Kanton Bern geben: Dort kann der Dachverband der bernischen Tierschutzorganisationen weiterhin in Strafverfahren wegen Tierquälerei als Kläger vor Gericht auftreten.

Für den Präsidenten des Schweizerischen Bauernverbandes SBV, Hansjörg Walter (SVP), bestätigt das Resultat, dass «in den letzten Jahren einiges gegangenen ist im Tierschutz». Das Volk habe pragmatisch entschieden und anerkannt, dass die Schweiz eines der strengsten Tierschutzgesetze habe.

Präsidentenrunde zum Abstimmungssonntag

Man könne die Kantone zu nichts zwingen

Auch der Bauernverband sei interessiert an einem korrekten Vollzug im Tierschutz, sagte Walter. Verstösse schädigten das Image der Bauern. «Schon heute werden Betriebe aber mehrmals jährlich überprüft und die Strafen bei Verfehlungen sind einschneidend.»

Die bürgerlichen Parteien, die das Vorhaben ablehnten, bezeichneten den Entscheid als sachlich. Der Tierschutz werde dadurch nicht in Frage gestellt. Das Volk habe aber verstanden, dass es keinen Sinn mache, die Kantone zur Einführung der Tieranwälte zu zwingen, sagte etwa CVP-Vizepräsident Dominique de Buman.

(sda/gern)

Kommentare aktiv...

M. Fricker, Rüti/GL
(tinuglarnerland Mann)
Verfasst am: 8.3.2010 12:36

Typisch Menschen

Die Tiere haben in unserer Welt nicht zu suchen,... mehr

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N. Igwenya, Nelspruit
(I.Ndlovu Mann)
Verfasst am: 8.3.2010 8:41

Da gibt es jetzt nur Eines,

..naehmlich ZIVIL-COURAGE!!! Verstoesse muessen... mehr

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H. Bruhin, Lugano
(secutor Mann)
Verfasst am: 8.3.2010 0:58

Das Volk

hat rational abgestimmt. [1] 

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