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Thurgauer lehnen freie Schulwahl ab
Im Kanton Thurgau werden die Privatschulen nicht den staatlichen Volksschulen gleichgestellt. Die Stimmberechtigten lehnen die Initiative «Ja. Freie Schulwahl für alle» der Elternlobby Schweiz/Thurgau mit 56'733 Nein zu 11'462 Ja klar ab. Die Stimmbeteiligung liegt bei 44,9 Prozent.
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Die Initiative wollte Privatschulen die gleiche Finanzierung zugestehen wie den staatlichen Volksschulen. Dagegen hatten sich ausser der EDU - alle Parteien im Kanton gestellt. Sie befürchteten eine Schwächung der Volksschulen und etwa 30 Mio. Fr. Mehrkosten für den Kanton.
Die Elternlobby Schweiz und ihre Kantonalgruppen hatten in den letzten Jahren in mehreren Kantonen Initiativen gestartet. 2008 wurde eine ähnliche Initiative in Baselland abgelehnt. Eingereicht ist eine solche in St. Gallen, Unterschriften gesammelt werden in Zürich, Solothurn und Basel-Stadt.
Die Mehrheit der Initianten kamen aus dem Lager der kirchlichen Privatschulträger sowie der Steinerschulen, Montessori-Kindergärten und der Tagesschule, die der Dozwiler St. Michaelsvereinigung nahe steht.
Wahlfreiheit kontra Desintegration
Sie argumentierten, es solle den Eltern frei gestellt sein, in welche Schule sie ihr Kind schicken wollten. Die Wahlfreiheit dürfe nicht dadurch eingeschränkt werden, dass sich jemand eine Schule nicht leisten könne, die er für sein Kind als am besten geeignet erachte.
Die Gegner der Initiative dagegen befürchteten Planungsunsicherheit und finanzielle Verschlechterungen für die Volksschulen. Ausserdem werde durch eine solche freie Schulwahl die gesellschaftliche Integration erschwert.
(sda/horm)
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