Inhalt

SVP verpasst Regierungssitz in Obwalden

Dienstag, 2. März 2010, 16:29 Uhr, Aktualisiert 07.03.2010, 23:33 Uhr

Die Obwaldner SVP hat den Sprung in die Regierung ein weiteres Mal nicht geschafft. Gewählt wurden die bisherigen Mitglieder der Regierung: je zwei Vertreter der CVP und der FDP sowie einer der Christlichsozialen (CSP). Bei den Wahlen ins Kantonsparlament geht die SVP als Siegerin hervor.

Videoplayer
SVP verpasst Regierungssitz in Obwalden

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 1
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Navigation

Artikel teilen

Der Herausforderer der SVP, der 51-jährige Engelberger Gemeinderat und Unternehmer Martin Odermatt, erzielte wie schon bei einer Ersatzwahl im vergangenen November ein sehr gutes Resultat.

Mit 6859 Stimmen lag Odermatt sogar über dem absoluten Mehr von 6565 Stimmen. Als letztplatziertem der sechs Kandidaten bleibt ihm aber der Einzug in die Exekutive verwehrt.

Bild Porträt Odermatt.
SVP-Kandidat Martin Odermatt erreichte zwar das absolute Mehr, als Überzähliger muss er aber über die Klinge springen. sf

Das beste Resultat erzielte Hans Wallimann (CVP), der Vater der neuen Obwaldner Steuerpolitik («Flat Rate Tax»); er erhielt 9960 Stimmen. Auf dem zweiten Platz folgt der christlichsoziale Franz Enderli, vor Frau Landammann Esther Gasser Pfulg (FDP) und Niklaus Bleiker (CVP).

Wahlen in die Obwaldner Regierung

Kandidierende Stimmen
Hans Wallimann (CVP, bisher) 9'960
Franz Enderli (CSP, bisher) 9'277
Esther Gasser Pflug (CVP, bisher) 9'089
Niklaus Bleiker (CVP, bisher) 8'994
Paul Federer (FDP, bisher) 8'292
Martin Odermatt (SVP, neu), nicht gewählt 6'859
Absolutes Mehr ---6'565

Bleiker hatte sich für die umstrittenen «Sonderwohnzonen» eingesetzt, die vom Volk deutlich verworfen wurden. Das schlechteste Resultat der Gewählten musste der amtsjüngste Regierungsrat, Paul Federer (FDP), einstecken. Federer wurde im vergangenen November gewählt und hat sein Amt gerade erst am 1. Februar angetreten. Die Stimmbeteiligung lag bei 54,95 Prozent.

Bild Sechs Personen in einer Reihe stehend.
Der neue Regierungsrat ist der alte: (von links) Landschreiber Stefan Hossli, Regierungsrat Franz Enderli (CSP), Landstatthalter Hans Wallimann (CVP), Landammann Esther Gasser Pfulg (FDP), Regierungsrat Niklaus Bleiker (CVP) und Regierungsrat Paul Federer (FDP). ow.ch

Bei den Wahlen in den Obwaldner Kantonsrat hat die SVP fünf Sitze dazugewonnen. Für die eher stabilen Obwaldner Verhältnisse ist der Sitzgewinn der SVP im Kantonsrat massiv.

You need to upgrade your Flash Player
Get the latest Flash Player here.
Sitzverteilung Kantonsrat Obwalden 2010 Quelle: ow.ch

Die Volkspartei konnte ihre Vertretung von 6 auf 11 Mitglieder aufstocken und ist damit die zweitstärktes Fraktion. Drei Sitzgewinne gehen auf Kosten der CVP, zwei auf Kosten der Christlichsozialen (CSP).

Trotz ihren drei Verlusten bleibt die CVP im Obwalden mit 20 Sitzen mit Abstand die stärkste Kraft. FDP und SP blieben von Verlusten verschont. Keine Chancen hatten die Jungparteien (JCVP und Juso) sowie die Bewegung «Volksrechte gelten - Ja zur Demokratie», die Alpnach angetreten war.

(sda/horm/schj)