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Freiburg sagt deutlich Ja zur HarmoS

Dienstag, 2. März 2010, 13:52 Uhr, Aktualisiert 07.03.2010, 15:38 Uhr

Das Freiburger Stimmvolk hat dem Beitritt zum HarmoS-Schulkonkordat mit einem Ja-Stimmenanteil von 61,1 Prozent klar zugestimmt. Es erteilte damit dem Referendum, welches das Elternforum des Kantons Freiburg ergriffen hatte, eine Abfuhr.

Bild Zwei Jungen sitzen konzentriert hinter einer Schulbank.
HarmoS-Gegner argumentierten, eine dritte Fremdsprache würde die Kinder überfordern. sf

Das Freiburger Stimmvolk folgte mit dem Ja der Empfehlung des Staatsrats (Regierung). Auch alle Parteien ausser SVP und EDU hatten die Ja-Parole herausgegeben. In Freiburg waren die meisten Eckpunkte des Interkantonalen Schulkonkordats bereits in Kraft. Was fehlt, ist die Einführung der dritten Fremdsprache ab der fünften Primarklasse.

Damit würden die Kinder überfordert, argumentierte das Referendumskomitee. Ihm missfiel auch der obligatorische Kindergarten ab dem vierten Altersjahr.

Gesamtschweizerische Ausweitung noch offen

Ja zu HarmoS sagten 51'340 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, 32'696 lehnten den Beitritt des Kantons Freiburg zur Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule ab. Die Stimmbeteiligung betrug 47,69 Prozent.

HarmoS ist seit dem 1. August 2009 in Kraft, nachdem die zehn Kantone SH, GL, VD, JU, NE, VS, SG, ZH, GE und TI zugestimmt hatten. Bern stimmte im vergangenen September zu. Sechs Kantone (ZG, LU, NW, UR, TG, GR) sagten Nein. Wenn 18 Kantone zustimmen, kann die Vereinbarung im Prinzip auf alle Kantone ausgeweitet werden.

Zwei-Drittel-Mehrheit bereits erreicht

In den 18 Kantonen, die ihr Beitrittsverfahren zum HarmoS-Konkordat abgeschlossen haben, leben 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Die 12 zustimmenden Kantone repräsentieren laut Angaben der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirekten (EDK) 67 Prozent der Bevölkerung.

Acht Kantone sind noch ausstehend. Die Umsetzungsfrist läuft - auch für später beitretende Kantone - am 31. Juli 2015 ab, das heisst per Schuljahr 2015/2016. Nach dem Ablauf der Umsetzungsfrist will die EDK beurteilen, wo die Kantone bei der Harmonisierung der obligatorischen Schule stehen.

(sda/frua)