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Gewerkschaften lehnen Rentensenkung ab

Montag, 11. Januar 2010, 10:59 Uhr, Aktualisiert 14:32 Uhr

Gewerkschaften und Konsumentenzeitungen wehren sich gegen tiefere Renten in der Beruflichen Vorsorge (BVG). Die Senkung des Umwandlungssatzes, über die am 7. März abgestimmt wird, bezeichnen sie als unnötig und unzumutbar.

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Senkung der Pensionskassenrenten umstritten

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Bild Eine alte Frau mit einem Gehstock.
Einer von sieben Rentnern lebt laut der Unia schon heute unter der Armutsgrenze. keystone

«Von der Rente müssen die Menschen leben können», sagte Rita Schiavi, Geschäftsleitungsmitglied der Gewerkschaft Unia, vor den Medien in Bern. Die von Parlament und Bundesrat beschlossene Senkung gefährde jedoch für viele ein Leben in Würde. Einer von sieben Rentnern lebe schon heute unter der Armutsgrenze.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB), die Konsumentenpresse (K-Tipp, Saldo) und die Gewerkschaft Unia haben gegen die Senkung des Umwandlungssatzes erfolgreich das Referendum ergriffen. Sie reichten im vergangenen Februar 123'000 gültige Unterschriften ein. Die Referendumsträger warben für ein Nein.

Mit dem Umwandlungssatz wird bei der Pensionierung aus dem Alterskapital die Rente der zweiten Säule berechnet. Bis 2016 soll er von heute 7 auf 6,4 Prozent sinken. Aufgrund eines früheren Beschlusses sinkt der Satz bis 2014 bereits auf 6,8 Prozent.

«Was den Rentnern weggenommen wird, fliesst direkt in die Taschen der Aktionäre und in die Boni der Manager der grossen Versicherungskonzerne.»
Paul Rechsteiner, SGB-Präsident

Die erneute Senkung sei auch unnötig, halten die Referendumsträger fest. Die Alterung der Gesellschaft, ein Hauptargument für die Senkung, sei bereits bei der früheren Anpassung berücksichtigt worden. Auch fallende Renditen am Kapitalmarkt müssten nicht auf Vorrat kompensiert werden.

Die Änderung diene vor allem einem Zweck, sagte Nationalrat und SGB-Präsident Paul Rechsteiner (SG). Was den Rentnern weggenommen werde, «fliesst direkt in die Taschen der Aktionäre und in die Boni der Manager der grossen Versicherungskonzerne».

(sda/bers)

Kommentare aktiv...

P. Beutler, Leissigen

Verfasst am: 13.1.2010 11:11

Wer hat da geklaut?

ist die Frage, nicht ob geklaut wurde! Eine... mehr

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J. Liechti, Egg

Verfasst am: 11.1.2010 17:57

Bürgerliches Desaster!

Bei jeder Finanzkriese wurden Milliarden... mehr

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P. Mauler, Bern

Verfasst am: 11.1.2010 17:48

Es werden

keine Renten geklaut, sondern es wird sicher... mehr

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