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Freitag, 29. Januar 2010, 15:43
Letzte Aktualisierung: Sonntag, 7. März 2010, 21:40

Mindestumwandlungssatz klar abgelehnt

Das Schweizer Stimmvolk will vorerst keine weiteren Rentenkürzungen in der beruflichen Vorsorge. Es hat die vom Parlament beschlossene Senkung des Mindestumwandlungssatzes auf 6,4 Prozent im Jahr 2016 mit einem Nein-Stimmenanteil von 72,7 Prozent klar abgelehnt. In keinem einzigen Kanton gab es ein Ja. Die Stimmbeteiligung lag bei 44,9 Prozent.

Das unerwartet deutliche Ergebnis ist ein Sieg für die Linke und die Gewerkschaften. Die Gewerkschaften hatten das Referendum mit Unterstützung von SP, Grünen, Konsumentenpresse und Nichtregierungsorganisationen zustandegebracht und nun im Abstimmungskampf gegen den Bundesrat, die bürgerlichen Parteien und die Wirtschaftsverbände gewonnen.

Die Gegner bezeichneten die erneute Senkung des Mindestumwandlungssatzes, nachdem die jährliche Rente berechnet wird, als von den Versicherern forcierten «Rentenklau». Statt Profite für Versicherungsgesellschaften müsse im Alter ein Leben in Würde garantiert werden.

Die Befürworter hatten die Senkung des Umwandlungssatzes im wesentlichen mit der gestiegenen Lebenserwartung und den tieferen Renditeerwartungen an den Finanzmärkten verteidigt.



Schlussresultat

Volksstimmen

Ja Nein
617'299 27.3 % 1'645'643 72.7 %
Tabelle Resultate nach Kantonen und Bezirken

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