zum Inhalt
zu weiterem Inhalt
zu den Hauptkategorien
zu den Unterkategorien

Sie befinden sich im Pfad:

Inhalt
Abstimmungen

Soll der Cannabiskonsum straffrei werden?

Freitag, 7. November 2008, 15:07 Uhr, Aktualisiert 22.11.2008, 1:18 Uhr

Pro und Kontra zur Hanf-Initiative

Die Volksinitiative «Für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz» verlangt Straffreiheit für den Konsum von psychoaktiven Substanzen der Hanfpflanze. Auch deren Besitz, Erwerb und Anbau soll für den Eigenbedarf erlaubt sein. Der Bund hätte dazu Vorschriften zu erlassen.

Videoplayer
Abstimmungsarena zur Hanf-Initiative und zum Betäubungsmittelgesetz
Video Der Club: Polemik um Sucht, Therapie und Abstinenz                                                                              Abstimmungsarena zur Hanf-Initiative und zum Be... (22.11.08)
Video Abstimmungsarena zur Hanf-Initiative und zum Betäubungsmittelgesetz                                                                              Der Club: Polemik um Sucht, Therapie und Abstin... (08.10.08)

Der Bund soll den Anbau, die Herstellung, Ein- und Ausfuhr sowie den Handel regulieren. Die Initianten wollen ausserdem einen verbesserten Jugendschutz und ein Werbeverbot.

Rechtliche Unsicherheit beenden

Cannabis ist in der Schweiz die am meisten konsumierte illegale Droge. Es besteht ein Spannungsfeld zwischen dem Verbot, Cannabis zu konsumieren und der gesellschaftlichen Realität: Trotz dieses Verbots haben sehr viele Personen in ihrem Leben mindestens ein Mal Cannabis konsumiert.

Die Initianten argumentieren unter anderem, dass die Initiative die aktuelle wirkungslose Verbotspolitik durch eine wirksame und kostengünstige Kontrollpolitik ersetzen würde. Die rechtliche Unsicherheit würde beendet und klare Leitplanken gesetzt.

Vor vier Jahren ins Leben gerufen

Die Initiative war 2004 lanciert worden, nachdem der Nationalrat die Revision des Betäubungsmittelgesetzes gebodigt hatte, die eine Liberalisierung des Cannabiskonsums gebracht hätte. Unterstützt wird das Volksbegehren von FDP, SP, Grünen und Grünliberalen. Bekämpft wird sie von einem von der SVP angeführten Komitee.

Das Initiativkomitee hält fest, Zustimmung zur Initiative bedeute kein Ja zu Drogen. Sondern ein Ja zur bestmöglichen Balance zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Aufsicht. Der Nationalrat hat die Initiative klar, der Ständerat nur äusserst knapp abgelehnt.

Gegner befürchten «Drogen-Mekka»

Das von der SVP angeführte gegnerische Komitee macht geltend, die Freigabe von Cannabis gebe es nirgends auf der Welt. Mit der Zulassung von Haschisch und Marihuana würde die Schweiz zum «Drogen-Mekka» Europas. Die Folgen wären mehr Kriminalität, mehr Gewalt in Schulen, Städten und Dörfern. Cannabis sei nie harmlos und müsse verboten bleiben.

(sda/stom)

Mehrwert

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Navigation

Artikel zu dieser Vorlage

weitere Inhalte
Logo von Schweizer Radio DRS
Bildausschnitt Teletext Startseite 100

SF teletext auch im Internet

 
 

Seitenende Startseite
zur Unterrubrikenauswahl
zum Inhalt
Kontakt
Sitemap
Suche
Weitere Inhalte
Hauptrubriken Auswahl
Sendungen A-Z