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30-jähriger Krieg um das Rentenalter

Donnerstag, 6. November 2008, 13:04 Uhr, Aktualisiert 07.11.2008, 14:52 Uhr

Chronologie der Vorlagen und AHV-Revisionen

Über das Rentenalter wurde in den letzten 30 Jahren acht Mal abgestimmt. Sechs Volksinitiativen zur Senkung oder Flexibilisierung des AHV-Alters hatten keinen Erfolg.

Von den zwei AHV-Revisionen zur Rentenaltererhöhung wurde eine angenommen, eine verworfen. Hier die eidg. Abstimmungen zum Thema AHV-Alter:

26. Feb. 1978: Die Volksinitiative der Progressiven Organisationen (Poch) «zur Herabsetzung des AHV-Alters», die ein Rentenalter von 60/58 Jahren anstrebt, wird verworfen mit 79,4 Prozent Nein und von allen Kantonen.

12. Juni 1988: Die Volksinitiative der Poch «zur Herabsetzung des AHV-Rentenalters auf 62 Jahre für Männer und 60 Jahre für Frauen» wird mit 64,9 Prozent Nein und von 24 Kantonen verworfen.

25. Juni 1995: Die 10. AHV-Revision, die eine stufenweise Erhöhung des Frauen-Rentenalters auf 64 Jahre bringt, wird mit 60,7 Prozent Ja angenommen. Beim gleichen Urnengang wird die Volksinitiative des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes «zum Ausbau von AHV und IV», die ein flexibles Rentenalter ab 62 für Mann und Frau anstrebt, mit 72,4 Prozent Nein und von allen Kantonen verworfen.

27. Sep. 1998: Die Volksinitiative «für die 10. AHV-Revision ohne Erhöhung des Rentenalters» («Auffang-Initiative» des SGB) wird mit 58,4 Prozent Nein und von 21 Kantonen verworfen.

26. Nov. 2000: Die Volksinitiative des Kaufmännischen Verbandes «für eine Flexibilisierung der AHV - gegen die Erhöhung des Rentenalters für Frauen», wird verworfen mit 60,5 Prozent Nein und von 20 Kantonen. Beim gleichen Urnengang wird auch die Volksinitiative der Grünen «für ein flexibles Rentenalter ab 62 für Frau und Mann» verworfen - mit 54 Prozent und von 19 Kantonen.

16. Mai 2004: Die 11. AHV-Revision, die für Frauen und Männer das AHV-Alter 65 bringen soll, wird mit 67,9 Prozent Nein und von allen Kantonen verworfen.

(sda/horm)