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Volksinitiative fordert Unverjährbarkeit von Kindsmissbrauch

Mittwoch, 1. März 2006, 23:07 Uhr, Aktualisiert 07.11.2008, 14:53 Uhr

Die Organisation Marche Blanche hat die Volksinitiative «für die Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern» mit 116'248 beglaubigten Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht.

Gestellte Szene eines sexuellen Übergriffs
Sexuelle Straftaten dürfen gemäss der Initianten nicht verjähren. (keystone)

Dies teilten die Initiantinnen und Initianten der Organisation Marche Blanche auf ihrer Homepage mit. Die 2001 gegründete Organisation bekämpft den Kinderhandel und die Kinderpornografie.

Das im August 2004 lancierte Volksbegehren will die Bundesverfassung um einen Artikel 123b ergänzen. Demzufolge soll die «Verfolgung sexueller oder pornografischer Straftaten an Kindern vor der Pubertät und die Strafe für solche Taten unverjährbar» sein. Die Initiative wird von Vertretern verschiedenster Parteien unterstützt.

Die Organisation Marche Blanche war 2001 von Eltern gegründet worden. Sie organisiert im Herbst jeweils in mehreren Schweizer Städten Schweigemärsche gegen sexuelle Gewalt an Kindern und engagiert sich in der Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

(sda/wenm)