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Nein zu HarmoS
Der Kanton Thurgau lehnt den Beitritt zur interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS) ab. Der Entscheid fiel in einer Referendumsabstimmung mit 34'385 Nein gegen 32'268 Ja relativ knapp aus. Die Stimmbeteiligung betrug 45,2 Prozent.
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Das Referendumskomitee, dem kaum aktive Politiker angehören, kritisierte in erster Linie die obligatorische Früheinschulung und die vorgesehenen Tagesstrukturen. Die Eltern wüssten selbst am besten, wann die Kinder schulreif seien. Die Erziehung der Kinder solle nicht an den Staat abgetreten werden.
Mit den vorgesehen Tagesstrukturen werde zudem ein neuer kostspieliger Sozialapparat für staatliche Kinderbetreuung geschaffen. HarmoS bestätige Entwicklungen, die im Kanton Thurgau entweder bereits realisiert sind wie das zweijährige Kindergartenobligatorium für alle Kinder ab vollendetem vierten Altersjahr, oder die bereits im Gange sind, argumentierten Regierung und Parlament.
Im Grossen Rat war der HarmoS-Beitritt mit 116 zu null Stimmen absolut unbestritten. Der einheitliche Schulbeginn, ein einheitlicher Lehrplan für die Volksschule und die Koordination des Fremdsprachenunterrichts bringen in den Augen der Befürworter wesentliche Verbesserungen im Bereich der Volksschule zum Wohl der Kinder.
Im Gegensatz zu anderen Kantonen hat sich im Thurgau auch die SVP als wählerstärkste Partei mehrheitlich hinter HarmoS gestellt. Bildungsdirektorin Monika Knill von der SVP hatte an Informationsveranstaltungen im Vorfeld der Abstimmung immer wieder für HarmoS geworben.
(sda/horm)
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