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Cannabis soll als Heilmittel legalisiert werden
Nationalratskommission befürwortet Konzept
Cannabis soll künftig in der Schweiz in Heilmitteln erlaubt sein. Die nationalrätliche Gesundheitskommission schlägt dem Parlament vor, das Betäubungsmittelgesetz entsprechend abzuändern.
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FDP-Fraktionspräsident Felix Gutzwiller und Kommissionsmitglied sagte in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens, eine klare Mehrheit der Gesundheitskommission des Nationalrats habe dieses Konzept befürwortet. Gleiches gelte auch für medizinische Organisationen wie zum Beispiel die Multiple-Sklerose-Gesellschaft.
Der Mediziner Gutzwiller nimmt deshalb an, dass sich auch im Nationalrat eine Mehrheit für die Legalisierung von Cannabis als Heilmittel finden wird.
Bei der von der Gesundheitskommission vorgeschlagenen Lösung geht es um den Einsatz von cannaboiden Wirkstoffen in Heilmitteln. Die Legalisierung von Cannabis als Rauschgift stand bei den Kommissionsberatungen nicht zur Debatte.
Italiens Regierung unter Ministerpräsident Romano Prodi will die Verwendung von Cannabis für therapeutische Zwecke ebenfalls erlauben. Der Ministerrat in Rom verabschiedete letzte Woche einen entsprechenden Gesetzesvorschlag.
Auf Vorschlag von Gesundheitsministerin Livia Turco soll Cannabis in Zukunft besonders zur Schmerzbekämpfung bei AIDS- und Krebspatienten eingesetzt werden. «Wir sprechen hier von Antischmerz-Therapie, das hat nichts mit Joints zu tun», sagte Turco.
In Kanada und den Niederlanden ist die Verwendung von Cannabis zu Therapie-Zwecken bereits erlaubt. Die Heilpflanze wird seit mindestens 4500 Jahren medizinisch verwendet.
(ap/sda/hesa)
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