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Wahlkreisreform 2010 unbestritten

Mittwoch, 26. November 2008, 17:25 Uhr, Aktualisiert 30.11.2008, 16:51 Uhr

Im Kanton Bern ist die Wahlkreisreform 2010 unbestritten. Die entsprechende Verfassungsänderung wurde mit 211'686 Ja gegen 44'238 Nein angenommen, die Änderung des Gesetzes über die politischen Rechte mit 203'027 Ja gegen 51'638 Nein. Die Stimmbeteiligung betrug 36,4 Prozent.

Aussenaufnahme des Berner Rathauses.
Das neue Wahlkreismodell beeinflusst, wer ins Berner Rathaus einziehen darf. (be.ch)

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Bereits die Grossratswahlen 2010 werden mit neun statt der bisher acht Wahlkreise durchgeführt. Die Wahlkreisreform beruht auf den Entscheiden der Stimmberechtigten zur Reform der dezentralen kantonalen Verwaltung aus dem Jahr 2006.

Neu ist der Verwaltungskreis und nicht mehr der Amtsbezirk die Gebietseinheit, aus der die Wahlkreise für die Grossratswahlen gebildet werden. Ein Wahlkreis besteht aus einem oder aus mehreren Verwaltungskreisen.

Einzige Ausnahme bildet der Verwaltungskreis Bern-Mittelland, der mit fast 380'000 Einwohnern rund 40 Prozent der Kantonsbevölkerung zählt, was 62 der 160 Sitze im Grossen Rat entsprechen würde.

Er wird deshalb in drei Wahlkreise unterteilt, nämlich Mittelland-Nord, Bern und Mittelland-Süd. Die bisherigen Wahlkreise Berner Jura, Biel Seeland, Thun und Oberland bleiben bis auf wenige Gemeinden unverändert.

Die beiden kleinsten Wahlkreise Berner Jura und Oberaargau haben je zwölf Sitze, der grösste Wahlkreis Biel-Seeland hat 25 Sitze. Die natürlichen Quoren liegen damit zwischen 3,8 und 7,7 Prozent, was deutlich unter der vom Bundesgericht festgelegten Obergrenze von zehn Prozent liegt. Das natürliche Quorum gibt an, wie viele Stimmenprozente eine Liste erreichen muss, um bei der ersten Verteilung garantiert einen Sitz zu erhalten.

(ap/widb)