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Zuger sagen klar Ja zur Tangente
Die 201 Millionen Franken teure Tangente Zug/Baar kann gebaut werden. Der Ja-Stimmen-Anteil lag in der Abtimmung bei 59 Prozent, die Stimmbeteiligung bei 61,8 Prozent. Die Gegner der neuen Strasse sind von ihrer deutlichen Niederlage überrascht.
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Die Bewohner der Berggemeinden Ober- und Unterägeri sowie Menzingen und Neuheim werden besser an die Autobahn Richtung Zürich und Luzern angebunden - dank dem Ja des Zuger Stimmvolks zur rund drei Kilometer langen Tangente Zug/Baar.
Die Kantonsstrasse soll auch die Ortskerne von Zug und Baar entlasten. Sie umfasst einen 370 Meter langen Tunnel und wird frühestens 2020 eröffnet.
Das Ja zum 201 Millionen Franken teuren Bauwerk sei ein Ja zum Verkehrskonzept, wie es Regierungs- und Kantonsrat vertreten hätten, sagte Baudirektor Heinz Tännler (SVP) vor den Medien. Die Tangente Zug/Baar sei «verkehrspolitisch besonders wichtig, weil der Verkehr in Zug, Baar und von den Berggemeinden Richtung Autobahn verflüssigt wird».
Für Berty Zeiter, alternativ-grüne Kantonsrätin und Ko-Präsidentin des gegnerischen Komitees Grüne Lunge, ist der hohe Ja-Stimmen-Anteil eine Enttäuschung. Sie bedaure, dass der Grüngürtel zwischen Baar und Inwil zerstört werde.
Zeiter forderte die Baudirektion auf, für die betroffenen Strassen und Gebiete ein Controlling aufzubauen, um die Verkehrssituation vor und nach dem Bau der Strasse vergleichen zu können. Baudirektor Heinz Tännler versprach, dieses Anliegen aufzunehmen.
Für die Tangente Zug/Baar kämpften sämtliche bürgerlichen Parteien sowie der Gewerbeverband, die Zuger Wirtschaftskammer und die Automobilorganisationen ACS und TCS. Der Kantonsrat hiess das Projekt in diesem Frühjahr mit 55 zu 19 Stimmen gut.
Die Gegner der Strasse - Alternativ-Grüne, SP, Grünliberale, Christlichsoziale sowie WWF, Pro Natura und Verkehrsclub der Schweiz - erhielten in den letzten Wochen Unterstützung von betroffenen Bauern. Die Tangente Zug/Baar beansprucht 8,5 Hektaren bestes Kulturland in der Gemeinde Baar.
(sda/widb)
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