Archiv
Wer das Minarett trifft, hat gewonnen
Die Polemik um die Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten» erreicht eine neue Eskalationsstufe. Nach den umstrittenen Anti-Minarett-Plakaten provoziert das Initiativkomitee seit Neustem mit einem Online-Spiel.
Bild
- 17.10.09: Calmy-Rey: Minarett-Verbot würde Aussenpolitik schaden
- 15.10.09: «Anti-Minarett-Initiative gefährdet Religionsfrieden»
- 13.10.09: UNO kritisiert Schweiz wegen Anti-Minarett-Initiative
- 12.10.09: Weitere Städte verbieten Anti-Minarett-Plakate
- 07.10.09: Minarett-Initiative: Es könnte knapp werden
- 07.10.09: Verbot der Anti-Minarett-Plakate spaltet SF-User
- SF Wissen: Videodossier «Islam und die Schweiz»
Artikel bewerten
Artikel teilen
Per Mausklick muss der Spieler unzählige Minarette treffen, die aus dem Boden einer idyllischen Schweizer Landschaft gestampft werden. Jeder Treffer lässt ein Minarett verschwinden. Wenn man nicht trifft, erscheint der Muezzin und betet.
Entwickelt hat das Online-Game die Werbe- und PR-Firma Goal in Dübendorf - die Hausagentur der SVP, die bereits die umstrittenen Anti-Minarett-Plakate entwarf.
Das Spiel sorgt bereits für Empörung. «Geschmacklos», findet Saïda Keller-Messahli, Präsident des Forums für einen fortschrittlichen Islam. «Die Schamgrenze ist überschritten», so Keller-Messahli gegenüber der Zeitung «Sonntag».
Ebenfalls entrüstet ist Hisham Maizar, Präsident der Föderation islamischer Dachverbände der Schweiz. Das Spiel suggeriere, der Muezzin sei der nächste Schritt: «Auf Schweizer Minaretten gab es noch nie einen Muezzin und es wird auch keinen geben.»
Der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hingegen befürwortet das Spiel: «Wenn die Ausübung der Meinungsäusserungsfreiheit mit Plakatverboten verhindert wird, muss man eben andere Wege finden», so Mörgeli.
Rote Köpfe bereits beim Zottel-Game
Vor zwei Jahren liess bereits das Zottel-Spiel der SVP die Volksseele kochen. Bei dem Spiel ging es darum, dass das SVP-Maskottchen Zottel möglichst vielen schwarzen Schafen die Einreise in die Schweiz verwehrte. Ausserdem verprügelte Zottel Richter und grüne Politiker.
(sf/widb)
Meldungen im Tagesverlauf
- Spürhunde finden gefährlichen Käfer
- Drei Bergsteiger sterben am Mount Everest
- Hollande verärgert Teilnehmer des Nato-Gipfels
- Mihajlovic neuer serbischer Nationaltrainer
- Olympia ohne Schweizer Ruderinnen
- Anlegern gefällt Facebook nicht: -11 %
- Bacsinszky verzichtet auf French Open
- Protestwahl: Italien stimmt für Komiker Grillo
- Italien nach Erdbeben im Grosseinsatz
- Auch Nationalratskommission sagt Ja zu Steuerabkommen
- Platz 8 für Schweizer Crawl-Staffel
- EU hebt Mahnfinger in Richtung Belgrad
- Kein Einlenken auf Eurobonds in Sicht
- Nato startet europäischen Raketenschild
- Konsumentenstimmung steigt weiter
- WM-Out für Daniel Hubmann


Strauss-Kahn: Neue Ermittlungen wegen Gruppen-Vergewaltigung
Spürhunde finden gefährlichen Käfer
Oerlikon: Ein Stück Industrie-Geschichte bekommt «Beine»
Die Schweizer nehmen die Krise nicht wahr
Drei Bergsteiger sterben am Mount Everest
Hollande verärgert Teilnehmer des Nato-Gipfels
Anlegern gefällt Facebook nicht: -11 %
«Obszöne» Lady Gaga spaltet Indonesien
G8-Staaten bei Finanzversprechen für Hungernde in Verzug
Italien nach Erdbeben im Grosseinsatz
Auslandschweizer wählen eher rot-grün
Medikamentenkrise: Bund schaltet sich ein
Calmy-Rey verteidigt Blocher im Fall Hildebrand
Thilo Sarrazin weiss zu polarisieren


















O. toneatti, bern
Verfasst am: 20.10.2009 14:24
Was sich hier abspielt,
ist reiner Rassen- und Fremdenhass. Das hat... mehr
Zustimmen — 9 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
A. Guant, Sunybeach
Verfasst am: 20.10.2009 12:39
Keine Minarette zu wollen
ist keine Sünde und auch nicht relevant für ein... mehr
Zustimmen — 16 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
C. charon, styx
Verfasst am: 20.10.2009 12:39
sie haben absolut recht!
auch die juso wünscht sich aufmerksamkeit
Zustimmen — 7 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten