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UNO kritisiert Schweiz wegen Anti-Minarett-Initiative
Das UNO-Menschenrechtskomitee hat die Schweiz auf den Prüfstand gestellt. Hohe Wellen schlug die Anti-Minarett-Initiative. Ein Vertreter des UNO-Gremiums zeigte sich empört über die «erschreckende Plakatkampagne» der Befürworter im Abstimmungskampf.
- 12.10.09: Weitere Städte verbieten Anti-Minarett-Plakate
- 10.10.09: Minarett-Debatte in der SF-Arena
- 09.10.09: Kirchen würden Minarett-Plakat nicht verbieten
- 08.10.09: Kontroverse um Minarett-Plakate eine Million Franken wert
- 08.10.09: Kopfzerbrechen wegen Aushang von Anti-Minarett-Plakaten
- 07.10.09: Minarett-Initiative: Es könnte knapp werden
- 07.10.09: Rassismuskommission: Plakate gefährden öffentlichen Frieden
- SF Wissen: Videodossier «Islam und die Schweiz»
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Ein anderes Mitglied des Komitees verwies dazu auf einen Artikel im Pakt, der auf die freie Meinungsäusserung innerhalb von Pflicht und Verantwortung verweise. Im Zusammenhang mit der Initiative aus Kreisen der SVP und der EDU warf das Komitee die Frage nach der Vereinbarkeit von bestimmten Volksinitiativen mit dem Pakt über bürgerliche und politische Rechte auf.
Ein Gremiumsmitglied bezeichnete die Initiative als unzulässig, weil sie das Völkerrecht verletze. In der Schweiz müssen Volksinitiativen dann für ungültig erklärt werden, wenn sie gegen die Menschenrechte verstossen. Die Schweizer Delegation entgegnete, dass über diese Frage die Gerichte entscheiden müssten.
Zum dritten Mal überprüfte das Komitee nach 1996 und 2001, wie die Schweiz den Pakt über bürgerliche und politische Rechte umsetzt. Die Schweiz stand dem Komitee am Montag und Dienstag Red und Antwort. Michael Leupold, der Direktor des Bundesamtes für Justiz, führte die Schweizer Delegation an.
Die 18 Vertreter des Gremiums kritisierten vor allem die «Stigmatisierung von Ausländern». Beispielsweise wurde die Hilfe für zurückgewiesene Asylbewerber zur Sprache gebracht. Ihre Grundrechte würden nicht respektiert.
Kritisiert wurden auch das Waffenrecht und die Bedingungen für Sterbehilfe. Zudem forderte das Komitee erneut eine nationale Institution für Menschenrechte und ein Gesetz gegen Diskriminierung in allen Bereichen.
Das UNO-Menschenrechtskomitee wird seine Empfehlungen bis 30. Oktober vorlegen. Die 165 Staaten, die den Pakt ratifiziert haben, werden periodisch einem Länderbericht unterzogen.
(sda/koua)
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P. Mauler, Schaffhausen
Verfasst am: 15.10.2009 11:19
Die UNO
ist doch dieses sonderbare Gremium welches in... mehr
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H. Zimmerli, Riehen
Verfasst am: 15.10.2009 10:28
Wer ist die UNO?
Die UNO besteht zu einem grossen Teil aus Staaten... mehr
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X. Perte, Höngg
Verfasst am: 15.10.2009 2:56
Rückweisung
Die offizielle Schweiz sollte solche Berichte... mehr
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