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«Anti-Minarett-Initiative schürt Angst und polarisiert»

Donnerstag, 5. November 2009, 11:31 Uhr, Aktualisiert 15:41 Uhr

Die islamischen Nationalverbände der Schweiz sehen in der Anti-Minarett-Initiative eine Diskriminierung der Muslime als religiöse Minderheit in der Schweiz. Die Initiative löse kein Problem, schüre Angst auch bei Muslimen und polarisiere die Gesellschaft.

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Die Moslems der Schweiz identifizierten sich mit der Schweiz als ihre Heimat, deren Verfassung und Gesetze ihnen Schutz, Freiheit und Sicherheit gewährten, argumentierte Farhad Afshar im Namen der KIOS, der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz, in Bern.

Die Anti-Minarett-Initiative sei politisch unkorrekt. Sie wende sich scheinbar gegen ein sakrales Bauelement, das Minarett, und meine den Islam und die Freiheit der Religionsausübung. Sie möchte die Moslems zwingen, ihre Religion als Privatangelegenheit zu betrachten. Religionsfreiheit und Religionspraxis seien aber keine Privatangelegenheit. Die Religionen seien in ihrem Bekenntnis und ihrer Glaubensausübung ein Teil der Öffentlichkeit.

Sakralbauten, inklusive ihrer baulichen Ausdrucksformen wie Kuppel, Minarette, Rundfenster, Arkaden, Säulen und Symbole seien ein Teil der religiösen Identität. Die Gläubigen jeder Religionsgemeinschaft würden autonom im Rahmen der bestehenden allgemeinen verbindlichen Rechtsordnung bestimmen, welche Bauten sie errichteten und was zu ihrer Religion gehöre.

Keine politische Partei habe die Legitimität, einer religiösen Gemeinschaft aufzuoktroyieren, was ein notwendiger oder unnötiger Teil ihrer religiösen Praxis sei. Die Schweiz geniesse in der islamischen Welt ein hohes Ansehen und es gebe auch das erhöhte Image der Schweiz, als «Traumland der Hoffnung». Die politisch unkorrekte und sinnlose Minarettverbotskampagne verletze nicht nur die Moslems und ihre Familien, sondern sie schade der politischen Hoffnung, die von der Schweiz ausgehe.

Für den Präsidenten der Föderation islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS), Hisham Maizar, ist die Initiative unausgedacht, diskriminierend und desintegrativ. «Als hierzulande lebende Muslime wollen wir nicht länger Zielscheibe der Populisten im Lande sein, noch wollen wir als Zaungäste betrachtet oder hingenommen werden», sagte Maizar.

Die in der Schweiz lebenden Muslime seien willens und bereit dazu, ihren konstruktiven Beitrag zur gesellschaftlichen Ordnung im Lande zu leisten und setzten sich ausdrücklich und entschieden gegen Gewalt, Terror, Extremismus und destruktiven Populismus ein. Diskriminierungen jeglicher Art würden verurteilt.

(ap/stom)

Kommentare aktiv...

U. Keller, Klaeng

Verfasst am: 10.11.2009 12:10

C. Yildiz

Sie sind schlecht informiert, und sie liegen... mehr

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U. Keller, Klaeng

Verfasst am: 10.11.2009 12:03

Manipulation 1

Unsere Regierung, allen voran BR EWS ist gegen... mehr

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U. Keller, Klaeng

Verfasst am: 10.11.2009 12:00

Manipulation 2

Fast jede Entscheidung die durch die Manipulation... mehr

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