Inhalt

Kein Kriegsmaterial für Pakistan

Mittwoch, 25. März 2009, 15:02 Uhr, Aktualisiert 20:35 Uhr

Nach Grundsatzdiskussion im Bundesrat

Der Bundesrat hat Kriegsmaterial-Exporte nach Pakistan, Ägypten und Saudi-Arabien abgelehnt. Begründet wird der Entscheid mit der unbefriedigenden innenpolitischen Situation und der Menschenrechtslage. Demgegenüber wurden Gesuche für Ausfuhren nach Indien und Südkorea bewilligt.

Videoplayer
Waffenausfuhr eingeschränkt

Der Bundesrat habe auf Grund der hängigen Gesuche eine Grundsatzdiskussion geführt, sagte Botschafterin Monika Rühl Burzi, Leiterin der Abteilung Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen, Exportkontrollen und Sanktionen im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD).

Er habe in der Folge entschieden, die Gesuche aus Pakistan, Ägypten und Saudi-Arabien angesichts der dortigen innenpolitischen Situation und der Menschenrechtslage abzulehnen.

Dabei ging es um Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Granatwerfer und Bestandteile zu Fliegerabwehrsystemen. Sobald festgestellt werde, dass sich in diesen Ländern die Lage verbessert habe, werde eine neue Lagebeurteilung vorgenommen.

Zu Pakistan sagte Rühl, der Bundesrat erachte die Situation als instabil. Neue Gesuche würden erst dann wieder bewilligt, wenn auch andere europäische Länder Gesuche von Pakistan bewilligen würden.

Der Bundesrat hatte bereits im November 2007 Waffenlieferungen nach Pakistan gestoppt, die Sistierung dann aber im April 2008 aufgehoben. Pakistan war im vergangenen Jahr der mit Abstand wichtigste Kunde von Kriegsmaterialexporten. Insgesamt hatte Pakistan Material im Wert von 109,9 Millionen Franken erhalten.

(ap/hesa)

Kommentare aktiv...

P. Beutler, Leissigen

Verfasst am: 25.3.2009 23:56

Sehr richtig

Nun sollten auch die Kriegsmaterialexporte nach... mehr

Zustimmen
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.