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Volk entscheidet Rennen um Ständeratsitz im zweiten Wahlgang
Das Rennen um die Ersatzwahl für den Ständeratssitz im Kanton Solothurn wird erst im zweiten Wahlgang im Januar entschieden. Keiner der drei Kandidaten von SP, SVP und CVP schaffte am Sonntag das absolute Mehr. Am meisten Stimmen erhielt SP-Kandidat Zanetti.
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Roberto Zanetti erzielte mit 35'133 Stimmen das beste Resultat und distanzierte seine Konkurrenten deutlich. Der CVP-Kantonsrat Roland Fürst erhielt 24'630 Stimmen. Knapp hinter ihm lag SVP-Nationalrat Roland Borer mit 23'733 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 50,46 Prozent.
Der 55-jährige Zanetti sprach gegenüber von einem «perfekten Resultat». Er werde im zweiten Wahlgang nochmals antreten. Für den Sozialdemokraten wäre die Wahl in den Ständerat ein Comeback.
Das Volk hatte ihn 2005 nach nur zwei Jahren im Regierungsrat abgewählt. Ihm war die Affäre um die Stiftung des mutmasslichen Millionenbetrügers Dieter Behring und Wahlspenden aus diesem Umfeld zum Verhängnis geworden.
Im Rennen um den Ständeratssitz bleibt auch CVP-Kandidat Roland Fürst. «Niemand würde es verstehen, wenn ich nach diesem Resultat nun verzichten würde», sagte der 48-jährige Direktor der Solothurner Handelskammer.
Die FDP unterstützte im ersten Wahlgang keinen Anwärter. Sie hatte jedoch angekündigt, dass sie sich im zweiten Wahlgang hinter einen der Kandidaten stellen werde. Die Freisinnigen sind seit 1991 mit Rolf Büttiker in der kleinen Kammer vertreten.
Die Ersatzwahl wurde notwendig, weil der SP-Ständerat Ernst «Aschi» Leuenberger im Juni im Alter von 64 Jahren einem Krebsleiden erlag. Für die SP soll Zanetti in die Fussstapfen Leuenbergers treten.
Fürst soll für die CVP den 1999 an die SVP verlorenen Sitz zurückerobern. Die SVP versucht mit Borer erstmals für den Kanton Solothurn in den Ständerat einzuziehen. Der zweite Wahlgang findet am 24. Januar 2010 statt.
(sda/widb)
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