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FDP gewinnt das Rennen um vakanten Sitz knapp

Dienstag, 24. November 2009, 15:29 Uhr, Aktualisiert 29.11.2009, 16:18 Uhr

Der 59-jährige Paul Federer von der FDP wird neuer Obwaldner Regierungsrat. Er setzte sich mit 6876 Stimmen knapp gegen den SVP-Mann Martin Odermatt durch, der 6639 Stimmen erhielt. Das absolute Mehr betrug 6758 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 59,19 Prozent.

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Der neue Regierungsrat ist Gemeindepräsident des Kantonshauptortes Sarnen. Im Hauptberuf leitet er das Werk Sarnen der Sarnafil Kunstoff AG. Paul Federer galt als der weitaus bekanntere der beiden Kandidaten. Umso überraschender ist das Abschneiden Odermatts, der in vier der sieben Gemeinden obenauf schwang.

Mit dem Sieg von Paul Federer stellt die FDP in Obwalden wieder zwei der fünf Mitglieder der Regierung. Sie zieht mit der grössten Partei, der CVP, gleich. Die Christlichsozialen (CSP) verzichteten freiwillig auf den bisherigen zweiten Sitz und stellen noch einen Regierungsrat.

Die SVP war mit dem Engelberger Gemeinderat Martin Odermatt ins Rennen gezogen. Die Partei hatte ihn nach zähem Ringen knapp dem Kantonalpräsidenten Albert Sigrist vorgezogen. Als Vertreter der vom Hauptteil des Kantons abgeschnittenen Gemeinde Engelberg war er im Sarneraatal weniger bekannt.

Dem neuen Regierungsrat bleibt allerdings nur eine kurze Schonfrist. Die Amtsperiode endet Mitte 2010. Und am 7. März 2010, in etwas mehr als drei Monaten, muss er sich bereits der Wiederwahl im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen stellen.

Der Rücktritt Matters kam dann schneller als erwartet. Nach heftiger Kritik an den Mehrkosten des Hochwasserschutzprojektes Sarneraatal (76 statt 47 Mio. Franken) wurde es Landammann und Baudirektor Matter zu viel. Für alle überraschend, warf er Ende September den Bettel hin.

In aller Eile mussten sich die Parteien auf einen kurzen Wahlkampf einstellen. CVP und CSP verzichteten, ebenso die SP, die nach einem ernüchternden Resultat im Frühling nicht schon wieder in den Ring steigen mochte.

(sda/widb)