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Luzern spricht 20-Millionen-Kredit für neuen Tiefbahnhof
Im Kanton Luzern ist ein Kredit von 20 Millionen Franken für die Vorfinanzierung des Vorprojektes für einen Tiefbahnhof Luzern genehmigt worden. Auch ein Kredit von 54,8 Millionen Franken für Anschaffung und Betrieb des digitalen Funknetzes Polycom fand Zustimmung. Die Stimmbeteiligung betrug 52,6 Prozent.
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Die Vorlage für den neuen Tiefbahnhof wurde mit 96'501 Ja gegen 32'795 Nein genehmigt. Das Milliarden-Projekt soll ins Bahnprogramm 2030 des Bundes aufgenommen werden, über das die eidgenössischen Räte voraussichtlich 2011 befinden werden. Mit dem Bau könnte 2016 begonnen werden.
Der neue Tiefbahnhof soll die Kapazitätsprobleme des 1896 eröffneten Bahnhofs Luzern lösen, der heute mit täglich über 60'000 Bahnreisenden umsatzmässig der fünftgrösste Bahnhof der Schweiz ist.
Die SBB rechnen bis ins Jahr 2030 mit einer 40-prozentigen Zunahme der Fahrgäste.Vorgesehen ist deshalb eine neue, unterirdische Bahnlinie zwischen Ebikon und Luzern sowie ein neuer Tiefbahnhof unter den bestehenden Perrons.
Die neue Bahnstrecke schliesst zwischen Rotsee und Ebikon an die bestehende Linie Zürich-Zug-Luzern an, unterquert in einem zweispurigen Tunnel das Luzerner Stadtgebiet und das Seebecken auf einer Länge von 3,5 Kilometern und mündet direkt in den neuen Tiefbahnhof. Der Tiefbahnhof wird als Kopfbahnhof mit vier Gleisen für die Zu- und Wegfahrt Richtung See ausgestaltet.
Weitgehend unbestritten war mit 87'205 Ja gegen 38'716 Nein auch Beschaffung, Aufbau und Betrieb des digitalen Funknetzes Polycom. Für dieses haben sich bereits 22 Kantone und der Bund entschieden.
Mit Polycom können alle Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit in Kanton und Gemeinden künftig problemlos miteinander kommunizieren, auch über die Kantonsgrenzen hinaus.
Das Funknetz kostet den Kanton und die Gemeinden netto rund 26,5 Millionen Franken in der Anschaffung und 1,4 Millionen Franken pro Jahr im Betrieb.
Um das Funknetz aufzubauen, müssen an 28 Standorten Basisstationen errichtet werden. Daneben werden rund 1200 Handfunkgeräte, 200 Mobilfunkgeräte und 150 Fixgeräte angeschafft.
(ap/widb)
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