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Der Nein-Stimmenanteil entspricht damit 75,2 Prozent. Ein knappes Resultat war erwartet worden, nachdem der bernische Grosse Rat im März und Juni dem Stimmrechtsalter 16 zweimal nur hauchdünn zugestimmt hatte. Die Stimmbeteiligung betrug 50 Prozent.
«Politik lernt man an der Urne»
Die Abstimmung war von einem Vorstoss der jüngsten Grossrätin des Kantons Bern, Nadine Masshardt (SP) aus Langenthal ausgelöst worden. Die 25-jährige argumentierte, Schwimmen lerne man im Wasser und Politik an der Urne. Deshalb müsse man Jugendlichen die Gelegenheit zur Mitbestimmung geben. Wer gefragt werde, werde auch antworten.
Die Gegner hielten Masshardt vor allem entgegen, politische und zivilrechtliche Mündigkeit müssten deckungsgleich sein. In den letzten Jahren sind in der Schweiz mehrere Vorstösse zur Einführung von Stimmrechtsalter 16 unternommen worden. Die meisten scheiterten.
Nur Glarus kennt Stimmrechtalter 16
In Basel-Stadt und Uri sagte beispielsweise der Souverän im Februar und Mai dieses Jahres an der Urne klar Nein. In Glarus war es 2007 die Landsgemeinde, welche zustimmte.
(sda/bucf)
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