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Im Kanton Bern bleibt es bei Stimmrechtsalter 18
Im Kanton Bern können junge Leute auch weiterhin erst ab 18 Jahren wählen und abstimmen. Das Stimmvolk des Kantons Bern hat an der Urne Stimmrechtsalter 16 abgelehnt. 265'554 Stimmberechtigte sagten Nein zu einer Verfassungsänderung, 87'504 stimmten zu.
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Der Nein-Stimmenanteil entspricht damit 75,2 Prozent. Ein knappes Resultat war erwartet worden, nachdem der bernische Grosse Rat im März und Juni dem Stimmrechtsalter 16 zweimal nur hauchdünn zugestimmt hatte. Die Stimmbeteiligung betrug 50 Prozent.
Die Abstimmung war von einem Vorstoss der jüngsten Grossrätin des Kantons Bern, Nadine Masshardt (SP) aus Langenthal ausgelöst worden. Die 25-jährige argumentierte, Schwimmen lerne man im Wasser und Politik an der Urne. Deshalb müsse man Jugendlichen die Gelegenheit zur Mitbestimmung geben. Wer gefragt werde, werde auch antworten.
Die Gegner hielten Masshardt vor allem entgegen, politische und zivilrechtliche Mündigkeit müssten deckungsgleich sein. In den letzten Jahren sind in der Schweiz mehrere Vorstösse zur Einführung von Stimmrechtsalter 16 unternommen worden. Die meisten scheiterten.
In Basel-Stadt und Uri sagte beispielsweise der Souverän im Februar und Mai dieses Jahres an der Urne klar Nein. In Glarus war es 2007 die Landsgemeinde, welche zustimmte.
(sda/bucf)
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