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Dienstag, 5. Februar 2008, 11:36
Letzte Aktualisierung: Sonntag, 24. Februar 2008, 19:52

Unternehmenssteuer-Reformgesetz II

Bundesrat und Parlament haben in der Steuerpolitik vom Volk einen Denkzettel erhalten: Fast wäre die Unternehmenssteuerreform gescheitert. Die Vorlage wurde mit einem Ja-Stimmenanteil von 50,5 Prozent angenommen - mit weniger als 20'000 Stimmen Unterschied eines der knappsten Abstimmungsresultate seit 1848.


Schlussresultat

Volksstimmen

Ja Nein
938'658 50.5 % 918'985 49.5 %
Tabelle Resultate nach Kantonen und Bezirken

Artikel zur Abstimmung

Video          Ja zur Steuerreform

Knappes Ja zur Unternehmenssteuerreform

Das Schweizer Volk hat die Unternehmenssteuerreform äusserst knapp akzeptiert - mit 50,5 Ja-Stimmen gegen 49,5 Prozent Nein-Stimmen. Nun werden die Dividenden grösserer Aktionäre nur noch teilweise besteuert und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden von den Steuerfesseln befreit. mehr

Eine Vorlage, verschiedene «Lesarten»

Abstimmungsanalyse mit Claude Longchamp, gfs.bern

Es war ein wahrer Wahlkrimi bei der Reform der Unternehmenssteuer. Den Unterschied machten am Schluss etwa 20’000 Stimmen aus. Den Grund für dieses knappe Resultat sieht Politologe Claude Longchamp (gfs.bern) vor allem in den verschiedenen «Lesarten» der Vorlage in den Regionen. Chancenlos war hingegen die Kampfjetlärm-Initiative, die laut Longchamp am Ende doch zur Grundsatzabstimmung über die Armee wurde. mehr

Presse erstaunt über Abstimmungsausgang

Der knappe Ausgang der Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform hat auch die Kommentatoren der Schweizer Zeitungen überrascht. Gründe dafür orten sie in der Komplexität der Vorlage, der «Abzocker»-Diskussion und der Steueraffäre in Deutschland. mehr

«Ich habe gezittert»

Finanzminister Hans-Rudolf Merz freut sich über das Ergebnis der eidgenössischen Abstimmung. Bei der Unternehmenssteuerreform seien die Befürworter mit einem blauen Auge davon gekommen. mehr

Sieger und Verlierer sind zufrieden

Reaktionen zum hauchdünnen Ergebnis

Befürworter der Unternehmenssteuerreform haben das knappe Ja zur Vorlage als Warnschuss in Bezug auf weitere Steuersenkungen gewertet. Die SP sieht im Resultat eine deutliche Absage an weitere unsoziale Steuervorlagen. mehr

Chronologie der Unternehmenssteuer-Reform

Seit den 1990er-Jahren wird die Unternehmenssteuer reformiert, um den Wirtschaftsstandort Schweiz zu stärken. Die erste Reform regelte 1998 die Holdingbesteuerung neu. Die zweite Reform will die Doppelbesteuerung von Gewinn und Dividenden beseitigen. mehr

Steuern als Grossbaustelle

Das Ja zur Unternehmenssteuerreform vom Wochenende ist für Finanzminister Hans-Rudolf Merz nicht mehr als ein erzitterter Etappensieg. Schon lange vor dem Urnengang hatte Merz eine dritte Reform der Unternehmenssteuer angekündigt. mehr