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Weiter klares Ja für Komplementärmedizin
Die Stimmberechtigten sind weiterhin klar für die Komplementärmedizin. Laut SRG-Umfrage wollen 69 Prozent am 17. Mai die Vorlage annehmen. Nur 19 Prozent wollen nicht, dass die Komplementärmedizin in der Verfassung verankert wird.
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Zwischen der ersten und der SRG-Umfrage hat sich nicht viel verändert. Eine klare Mehrheit von 69 Prozent (+2 Prozentpunkte) will die Vorlage annehmen. 55 Prozent sind bestimmt für die Verankerung der Komplementärmedizin in der Verfassung, 14 Prozent sind eher dafür. 11 Prozent sind sicher dagegen und 8 Prozent eher dagegen. Noch unentschlossen sind 12 Prozent.
In der ersten SRG-Umfrage waren Frauen deutlich stärker für den Verfassungsartikel «Zukunft mit Komplementärmedizin». Ende April ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern etwas geringer geworden: Bei den Frauen hat der Ja-Anteil kaum zugenommen und bei den Männern haben sich Unentschlossene für ein Ja entschieden.
Stimmabsicht nach Geschlecht:
| Mann |
Frau |
|
| 67% |
72% |
|
| davon: |
||
| 53% |
58% |
|
| 14% |
14% |
|
| 1. Umfrage* |
53% |
71% |
Unterschiede stellt man auch zwischen den Sprachregionen fest: Während in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz die Ja-Anteile zunahmen, sackte die Zustimmung in der italienischsprachigen Schweiz ab und der Nein-Anteil stieg auf fast einen Drittel.
Bei allen Parteien ist die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler für die Vorlage. Bei den Grünen und der SP ist die Zustimmung zwischen Anfang und Ende April noch gewachsen. Bei der FDP hat die Zustimmung zwar um einen Prozentpunkt zugenommen, gleichzeitig verstärkte sich aber die Nein-Tendenz. Abgenommen hat die Zustimmung dagegen bei CVP und SVP.
Der Konflikt innerhalb der SVP zwischen Führung und Basis (ausser SVP Frauen und SVP/AG und BE) ist nach wie vor vorhanden, nimmt aber ab. Die SVP-Spitze hatte sich gegen die Komplementärmedizin ausgesprochen und beschlossen, die Vorlage zu bekämpfen. Anfang April wollten erst 18 Prozent der SVP-Wähler die Vorlage ablehnen, Ende April war es ein Drittel (33 Prozent).
Laut gfs.bern ist es den Gegnern bisher nicht gelungen, die Vorlage zu politisieren – auch nicht der opponierenden SVP. Deshalb sei die breite Sympathie in der Bevölkerung für die Komplementärmedizin entscheidend für den Abstimmungsausgang.
(sf/mirjam spreiter)
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