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Schweizer für bezahlte Komplementärmedizin

Montag, 28. August 2006, 19:22 Uhr, Aktualisiert 18:56 Uhr

Gute Chancen für Volksinitiative

79 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer möchten die Komplementärmedizin wieder in der Grundversicherung haben. Der hängigen Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» würde daher eine Mehrheit zustimmen. Dies zeigt eine Umfrage unter Stimmbürgern.

43 Prozent der Stimmberechtigten haben laut der Studie* von der hängigen Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» schon gehört. Wäre die Initiative in diesen Tagen zur Abstimmung gelangt, würden ihr 69 Prozent dieser Gruppe zustimmen.

21 Prozent aller Befragten nutzen die von einem Arzt ausgeübte Komplementärmedizin. In Selbstanwendung wird sie von 39 Prozent genutzt, während 42 Prozent angeben, Komplementärmedizin nicht zu nutzen.

Insgesamt wird die Wiederaufnahme der Komplementärmedizin in die Grundversicherung von 79 Prozent der Stimmberechtigten befürwortet. Nur 15 Prozent der Stimmberechtigten sind dagegen, 7 Prozent haben dazu keine Meinung.

Die Initiative war eingereicht worden, nachdem das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) letztes Jahr fünf komplementärmedizinische Fachrichtungen aus dem Leistungskatalog der Grundversicherung gestrichen hatte.

Vom Entscheid betroffen waren anthroposophische Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie, Phytotherapie und die traditionelle chinesische Medizin. Leistungen von Ärzten und Therapeuten dieser Fachrichtungen werden seit dem 1. Juli 2005 von der Grundversicherung nicht mehr vergütet.

(sda/wenm)

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