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Offenes Ohr für Komplementärmedizin

Donnerstag, 13. Dezember 2007, 11:21 Uhr, Aktualisiert 18:56 Uhr

Ständerat beschliesst Gegenvorschlag

Die Befürworter der Komplementärmedizin waren im Ständerat erfolgreich. Dieser beschloss mit 36 zu 4 Stimmen einen Gegenvorschlag zur Initiative «Ja zur Komplementärmedizin», der zu deren Rückzug führen könnte.

Ein Mann mit mehreren Akupunktur-Nadeln im Gesicht.
Behandlungen wie die Traditionelle Chinesische Medizin werden seit 2005 nur noch von der Zusatzversicherung übernommen. (reuters)

Der von Rolf Büttiker (FDP/SO) eingebrachte Gegenvorschlag ist sehr nahe an der Formulierung der 2005 eingereichten Initiative. Diese verlangt eine «umfassende» Berücksichtigung der Komplementärmedizin.

Im Gegenvorschlag fehlt nun das Wort «umfassende». Somit - so Büttiker - könne auch nicht mehr zwingend hineininterpretiert werden, dass die Leistungen der Komplementärmedizin von der Grundversicherung der Krankenkassen bezahlt werden müssten.

Bundesrat Pascal Couchepin hatte im Jahr 2005 Homöopathie, Anthroposophische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin, Phytotherapie und Neuraltherapie in die Zusatzversicherung verbannt.

Simonetta Sommaruga (SP/BE), Mitglied des Initiativkomitees, versprach, sie werde nach der Annahme des Gegenvorschlags sich jetzt für den Rückzug des Volksbegehrens einsetzen.

Der Nationalrat hatte die Volksinitiative im September mit 93 zu 78 Stimmen ohne Gegenvorschlag verworfen. Er muss sich nun mit dem Gegenvorschlag des Ständerats befassen.

(sda/bers)