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Komplementärmedizin-Initiative zurückgezogen

Dienstag, 28. Oktober 2008, 17:22 Uhr, Aktualisiert 11:41 Uhr

Parlamentarischen Gegenvorschlag kommt an die Urne

Über die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» wird definitiv nicht abgestimmt. Das Initiativkomitee hat das Volksbegehren zurückgezogen. Damit wird das Stimmvolk einzig über den direkten Gegenvorschlag abstimmen.

Arzt sticht Akkupunkturnadel in Rücken von Patient auf Liegebett.
Die Komplementärmedizin bleibt ein umstrittenes Thema in der Gesundheitspolitik. (keystone)

Die Initiative «Ja zur Komplementärmedizin» wurde von Vertretern von Ärzte-, Patienten- und Pflegeorganisationen lanciert und im Herbst 2005 mit rund 139'000 Unterschriften eingereicht. Ziel war es, die Komplementärmedizin in sämtliche Bereiche des Gesundheitssystems zu integrieren.

Bund und Kantone sollten «für die umfassende Berücksichtigung der Komplementärmedizin» sorgen. In der vergangenen Herbstsession beschloss das Parlament nun, dem Volk einen direkten Gegenvorschlag zu unterbreiten, der das Wort «umfassend» weglässt.

Damit soll der Befürchtung Rechnung getragen werden, dass bei einer umfassenden Berücksichtigung die Kosten stark gestiegen wären. Bereits nach der Beratung im Parlament kündigten die Initianten den Rückzug an. Am 15. Oktober informierte das Initiativkomitee die Bundeskanzlei vom definitiven Rückzug, wie es im Bundesblatt heisst. Damit findet nur eine Abstimmung über den direkten Gegenvorschlag statt.

(ap/kooe)

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