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SGB-Kampagne spaltet Linke

Sonntag, 29. April 2007, 9:55 Uhr, Aktualisiert 14.05.2007, 21:31 Uhr

Werbung mit behinderten Bundesräten

In den nächsten Tagen werden in der Schweiz über 100'000 Postkarten verteilt, auf denen die Bundesräte Blocher, Couchepin und Merz mit schweren Körperbehinderungen und als Alkoholiker abgebildet sind. Hinter der umstrittenen Kampagne gegen die IV-Revision steht der Gewerkschaftsbund SGB. Die Kampagne sorgt in linken Kreisen für Ärger.

Unscharfe Fotografie von zwei Postkarten mit Kampagnen-Sujets
SGB-Kampagne: Merz im Rollstuhl, Blocher als Blinder (sgb)

Nicht nur gewerkschaftsintern stösst das Vorgehen vielen sauer auf, auch bei der SP befürchten einige, die Kampagne könnte sich negativ auf das Image der gewerkschaftsnahen SP auswirken. «Das schadet uns», meint der SP-Nationalrat Peter Vollmer gegenüber der Tagesschau.

Nationalrätin Simmonetta Sommaruga «findet es deplatziert, dass man Körper von Behinderten instrumentalisiert, um Bundesräte zu attackieren». Es gebe gute sachliche Argumente gegen die 5. IV-Revision, es sei darum nich nötig zu provozieren.

Gelassener zeigen sich vorläufig die betroffenen Bundesräte. «Wir nehmen das zur Kenntnis», heisst es. Blochers Sprecher Livio Zanolari hält das Vorgehen des SGB für «nicht korrekt und unfair», will aber die Polemik nicht weiter anfachen.

(sf/sper)