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Gegner wollen Befürworter beim Wort nehmen
Behinderte sollen Arbeitsplätze erhalten
Die Gegner der IV-Revision zeigten sich vom Abstimmungsresultat enttäuscht, aber nicht überrascht. Die Arbeitgeber werden nun aufgefordert, genügend Arbeitsplätze für Behinderte zu schaffen.
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Der Abstimmungskampf habe sich auf jeden Fall gelohnt, habe doch eine intensive Diskussion über die IV stattgefunden, erklärte Peter Wehrli vom Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, das das Referendum lanciert hatte.
Von den Bundesratsparteien hatte nur die SP die 5. IV-Revision abgelehnt. Vizepräsident Pierre-Yves Maillard ärgerte sich über die «Desinformationskampagne» der Befürworter.
Auch die Schweizerische Stiftung Pro Mente Sana bedauert das Ja zur 5. IV-Revision. Die Nachteile für psychisch behinderte Menschen würden überwiegen, trotz der positiven Punkte in der Vorlage.
Der Invaliden-Verband Procap fordert derweil die Umsetzung der Versprechen von Politik und Wirtschaft. Die Arbeitgeber und ihre Verbände müssten nun Arbeitsplätze schaffen und sich aktiv für die Integration von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt einsetzen.
Auch der Schweizerische Gewerkschaftsbund verlangt, dass die Arbeitgeber bei der Früherkennung und der Integration von Behinderten ernst machen. Er will vom Bundesrat ein Controlling verlangen. Der Bundesrat müsse in einem bis zwei Jahren berichten, ob die Integration funktioniere oder ob sie «frommer Wunsch» geblieben sei.
(sda/ap/wenn)
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